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Kampagne: Keine Castor-Transporte auf dem Neckar

Mach mit und unterzeichne:

2017 sollen mit insgesamt fünf Transporten auf dem Neckar 15 Castor-Behälter mit hochradioaktivem Atommüll aus dem AKW Obrigheim nach Neckarwestheim gebracht werden. 

Das Gestein unter dem Atommüll-Lagertunnel in Neckarwestheim ist porös und voller Hohlräume, und direkt daneben läuft noch ein riskantes AKW – ein denkbar schlechter Platz für so stark strahlende Stoffe. Die Transporte selbst sind unnötig und gefährlich. Besser wäre es, in Obrigheim eine robuste Lagerhalle für die Behälter zu bauen.

Ja, ich unterzeichne die Erklärung:
Keine Castor-Transporte von Obrigheim nach Neckarwestheim!
 

Dies ist eine gemeinsame Aktion mit dem Bündnis Neckar castorfrei. Weitere Informationen zu den geplanten Transporten und Aktionen findest Du dort.

 

4036 Teilnehmer*innen

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Komm zu den Castor-Protesten ins Neckartal!

Tag X rückt näher: Am 16. Mai hat das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) der EnBW die Transportgenehmigung erteilt. Noch ist unklar, wann genau die Transporte starten werden. Du kannst am Neckar-Ufer, auf dem Wasser, auf Brücken, an Schleusen gegen den Castor aktiv werden. Gemeinsam mit lokalen Initiativen vor Ort bereiten Atomkraftgegner*innen Protestaktionen vor, bei denen Du mitmachen kannst. Oder Du denkst Dir mit einer Gruppe eigene Aktionen aus.

Auf der Bündnis-Website gibt es dazu Informationen, Anregungen und Ideen:

mit Klick zur Karte
NeckarXCastor-Aktionskarte

Sorge dafür, dass es Viele erfahren!

Flyer Neckar-Castor.JPG

Hilf mit, dass möglichst viele andere Menschen vom bevorstehenden Tag X erfahren und gegen die gefährlichen und unnötigen Transporte unterschreiben. Einen Infoflyer, Plakate und Aufkleber zum Verteilen sowie Unterschriftenlisten auf Papier bekommst Du kostenfrei in unserem Shop

Die kämpferische Ente findest Du ebenfalls bei uns im Shop.

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Fragen und Antworten

zu den geplanten Castor-Transporten
vom AKW Obrigheim zum AKW Neckarwestheim

  • Was für Atommüll soll da über den Neckar schippern?

    Es geht um 342 hochradioaktive, abgebrannte Brennelemente des 2005 stillgelegten AKW Obrigheim – darunter 48 Brennelemente aus stärker strahlendem Wiederaufarbeitungs-Uran (WAU) und 40 besonders viel Plutonium enthaltende MOX-Brennelemente – sowie um 18 bestrahlte und daher radioaktive, aber spaltstofffreie Dummy-Brennelemente. Derzeit lagern sie alle im Nasslager des Reaktors. EnBW will sie im Laufe des Jahres 2017 in 15 Castor-Behälter packen und in das Zwischenlager beim AKW Neckarwestheim verfrachten.

  • Wie sollen die Transporte ablaufen und welche Route nehmen sie?

    Geplant sind fünf Transporte mit je drei Castor-Behältern. Auf Tiefladern sollen diese in Obrigheim auf ein motorloses Schiff fahren, einen sogenannten Schubleichter. Ein Motorschiff soll diesen mitsamt seiner brisanten Fracht dann 50 Kilometer weit flussaufwärts nach Neckarwestheim schieben. Eine Tour wird – Verzögerungen nicht eingerechnet – etwa ein bis zwei Tage dauern. Die Schiffsroute führt durch dichtbewohnte Gebiete, unter anderem mitten durch die Großstadt Heilbronn, und passiert sechs Schleusen und 22 Brücken. Am AKW Neckarwestheim hat EnBW extra eine Anlegestelle mit Rampe gebaut, über die die Lkw wieder an Land und dann die restlichen Meter bis zum Stollen 1 des dortigen Zwischenlagers rollen sollen.

    Geplante Castor-Strecke auf dem Neckar
    Foto: Open Street Map Geplante Castor-Strecke/Neckar

  • Warum sollen die Castoren per Schiff transportiert werden?

    EnBW und Landesregierung hoffen, dass es dagegen nicht so viele und nicht so effektive Proteste wie bei einem Schienen- und Straßen-Transport gibt.

  • Wie viele Castor-Transporte per Schiff gab es schon?

    Noch keine.

  • Wann genau sollen die Transporte stattfinden?


    Im Laufe des Jahres 2017. Mit dem ersten Transport ist bereits im Frühsommer zu rechnen - am 16. Mai hat das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) der EnBW die Genehmigung zum Transport der 15 Castoren erteilt.

  • Sind Schubleichter unsinkbar, wie EnBW behauptet?


    Im Gegenteil: Havarien, bei denen Leichter selbst auf Flüssen mitsamt ihrer Ladung kentern oder steuerlos an Ufer, Brücken oder Schleusenbauwerke krachen, kommen regelmäßig vor.

    So ging erst im Dezember 2016 ein Leichter im Rhein bei Duisburg unter, im November sank ein Schubleichter samt Schlepper in der Donau nach Kollision mit einer Brücke. Ende 2015 sanken zwei Leichter im Roßlauer Industriehafen, bei zwei weiteren, in den Niederlanden und auf dem Oder-Havel-Kanal, konnte Selbiges nach Kollisionen nur knapp abgewendet werden. Und so weiter. Größeres Aufsehen noch erregte ein Unfall im Juni 1987 bei Karlsruhe, wo ein Motorschiff mit angekoppeltem Schubleichter einen Pfeiler der Eisenbahnbrücke über den Rhein rammte. Die Schiffe legten sich dabei erst quer, dann übereinander und sanken schließlich beide. Sie konnten erst nach Wochen und zum Teil unter Umgehung jeglicher Sicherheitsvorschriften geborgen werden, wobei das eine Schiff dazu mit Seilsägen komplett auseinandergesägt werden musste.

  • Welche Strahlengefahr geht von einem Castor-Transport aus?

    Jeder einzelne der Castor-Behälter für den Müll aus Obrigheim darf mit bis zu 23 abgebrannten Brennelementen befüllt werden, darunter bis zu drei MOX-Brennelementen mit jeweils bis zu 11,3 Kilogramm Plutonium. Trotz der schon langen Abklingzeit des Strahlenmülls kann ein einzelner Castor noch ein radioaktives Inventar von bis zu 145 Billiarden Becquerel (1,45 × 1017 Bq) enthalten; das entspricht dem radioaktiven Fallout mehrerer Atombomben.

    Nach den Annahmebestimmungen des Zwischenlagers darf die Strahlung an der Oberfläche eines Behälters bis zu 0,6 Millisievert pro Stunde betragen. Ein direkt neben dem Castor stehender Mensch hätte die laut Strahlenschutzverordnung zulässige jährliche Strahlenbelastung durch Atomanlagen von 0,6 mSv also bereits nach einer einzigen Stunde überschritten.

    Allerdings unterschätzt die offizielle Rechenmethode die Schädlichkeit von Strahlung zum Teil massiv – nach Angaben von Expert*innen je nach Strahlungsart um bis zu Faktor 60. Berücksichtigt man dies, wird die gesetzlich zulässige Dosis in der Nähe eines Castor-Behälters bereits deutlich schneller überschritten.

  • Was kann bei einem Unfall passieren?

    Der Behälter könnte beschädigt und unter Umständen undicht werden, radioaktive Stoffe ins Freie gelangen. Dies gilt insbesondere, wenn der Castor etwa bei einem Schiffsunfall stark gequetscht und/oder eingeklemmt würde.

  • Ist der Transport gegen Anschläge geschützt?

    Nein. Die Behörden selbst halten bei Atommülltransporten inzwischen auch einen Beschuss und/oder Angriffe mit Sprengstoffexplosionen für denkbar. Castoren auf einem Schiff auf dem engen Neckar zwischen teils bewaldeten Bergen sind da ein besonders leichtes Ziel. Inwiefern auch verschärfte Sicherheitsanforderungen solche Gefahren angemessen berücksichtigen, ist allerdings unklar, weil die Behörden ihre Überlegungen weitgehend geheim halten – aus Angst, mögliche Angreifer*innen könnten sonst die immer noch vorhandenen Sicherheitslücken erkennen.

  • Wie ist es um die Sicherheit des Zwischenlagers in Neckarwestheim bestellt?


    Das Castor-Zwischenlager auf dem Gelände des AKW Neckarwestheim besteht aus zwei Stollen, die EnBW in den Hang des ehemaligen Kalksteinbruchs gegraben hat. Grundwasser und Regen waschen jedes Jahr bis zu 1.000 Kubikmeter neue Hohlräume unter dem Kraftwerk und dem Zwischenlager aus. Bei einem Einsturz der Zwischenlagerstollen könnten die Castor-Behälter beschädigt und/oder verschüttet werden; letzteres würde ihre Kühlung behindern und die Behälter wären auch nicht mehr zugänglich. Hochradioaktive Stoffe aus ihrem Innern könnten ins Freie gelangen. Der Steinbruch von Neckarwestheim ist deshalb ein denkbar schlechter Platz, um hochradioaktiven Atommüll zu lagern.

  • Lösen die Transporte nach Neckarwestheim das Atommüll-Problem?


    Auch in Neckarwestheim kann der Atommüll auf Dauer nicht bleiben. Das dortige Lager ist auch nur bis 2046 genehmigt, der Müll strahlt aber für viele Hunderttausend Jahre. Jeder Castor-Transport stellt schon allein wegen des Unfallrisikos und der Strahlenbelastung eine zusätzliche Gefahr dar. Solange kein dauerhafter Lagerplatz für den Atommüll gefunden ist, sollte deshalb aller Müll an dem Standort bleiben, an dem er gerade ist.

     

  • Sollen die abgebrannten Brennelemente aus Obrigheim einfach im Nasslager des AKW liegen bleiben?


    Abgebrannte Brennelemente sollten aus Sicherheitsgründen so schnell wie möglich trocken gelagert werden, etwa in Castor-Behältern. EnBW muss endlich ein robustes, bestmöglich geschütztes Zwischenlager in Obrigheim errichten. Dazu hat sich der Konzern im Übrigen schon im Jahr 2000 bei Unterzeichnung des rot-grünen „Atomkonsens“ selbst verpflichtet.

  • Hat sich EnBW in der Vergangenheit angemessen um den gefährlichen Müll in Obrigheim gekümmert?


    Nein. EnBW hätte spätestens 2002, bei Inkrafttreten des rot-grünen „Atomkonsens“, mit dem Bau einer möglichst robusten Zwischenlagerhalle beim AKW Obrigheim beginnen müssen. Alle abgebrannten Brennelemente hätten schon aus Sicherheitsgründen spätestens 2009, vier Jahre nach Abschalten des AKW, in Castor-Behälter gehört – also sobald die Brennstäbe dafür ausreichend abgekühlt waren.

    Beides jedoch ist nicht geschehen. Im Gegenteil: Der Staatskonzern lässt das im April 2005 gestartete Genehmigungsverfahren für ein Zwischenlager in Obrigheim seit Jahren mutwillig ruhen, und zwar aus rein wirtschaftlichen Gründen. Denn der Neubau einer robusten Castor-Halle ist teurer, als den gefährlichen Müll einfach in das unsichere Zwischenlager in Neckarwestheim zu verfrachten – zumal dem Energiekonzern ja die Kosten für die immensen Polizeieinsätze nicht in Rechnung gestellt werden.

    EnBW stellt also erneut (und mit Billigung der grün-schwarzen Landesregierung) Wirtschaftlichkeit vor Sicherheit.

  • Kann das AKW Obrigheim zur „grünen Wiese“ werden, wenn die abgebrannten Brennelemente jetzt von dort abtransportiert würden?

    Nein, denn dort lagern auch noch schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus dem Betrieb des AKW. Zudem fällt beim Abriss der Anlage noch jede Menge weiterer Atommüll an, der bis auf Weiteres ebenfalls vor Ort bleiben muss, weil es schlicht keinen anderen geeigneten Platz dafür gibt.

  • Sind neben den Atommüll-Transporten aus Obrigheim schon weitere Castor-Transporte geplant?


    Ja. Das Forschungszentrum Jülich will 152 kleinere Castor-Behälter mit abgebrannten Brennelementen aus dem gescheiterten Kugelhaufenreaktor AVR Jülich loswerden und sie ab 2018 entweder nach Ahaus abschieben oder sogar in die USA exportieren.

    Aus den Wiederaufarbeitungsanlagen in Sellafield und La Hague sollen zunächst 26 Castoren mit in Glas eingeschmolzener hochradioaktiver Atomsuppe nach Philippsburg, Biblis, Brokdorf und Ohu rollen, die ersten theoretisch schon 2018; weitere 150 Behälter mit anderen Rückständen aus der Wiederaufarbeitung sollen etwas später nach Ahaus folgen.

    Und der Forschungsreaktor München II (in Garching) plant, ab 2018 sogar Brennelemente aus waffentauglichem hochangereicherten Uran in insgesamt fünf Castoren nach Ahaus zu transportieren.

  • Haben die Transporte auf dem Neckar übergeordnete Bedeutung?


    Ja. Sie sind auch ein Probelauf und Testballon von Atomkonzernen und Regierung, ob Atomtransporte weiterhin auf großen Widerstand stoßen oder nicht. Die Proteste gegen die völlig unnötigen Atommüll-Fuhren werden daher auch mitentscheiden, ob die 152 Castoren aus Jülich woandershin verfrachtet werden.

    Darüber hinaus wird die Stärke des Widerstands auch Einfluss haben auf die Debatte, ob alle abgebrannten Brennelemente aus allen AKW künftig an wenigen Zwischenlager-Standorten konzentriert werden: In diesem Fall wären Hunderte Castor-Transporte quer durch die Republik zu erwarten.

  • Wird es Protestaktionen gegen die Castoren aus Obrigheim geben?


    Jede Menge. Anti-Atom-Initiativen und Umweltorganisationen aus der Region sowie bundesweite Organisationen wie .ausgestrahlt haben sich im Bündnis „Neckar castorfrei“ zusammengeschlossen, um die Castor-Transporte nach Neckarwestheim zu verhindern und deutlich zu machen, dass das Verschieben von Atommüll das Atommüllproblem nicht löst.

    Vielfältige kreative und widerständige Proteste sowie Aktionen zivilen Ungehorsams sind in Planung, an denen sich Atomkraftgegner*innen aus der Region und aus ganz Deutschland beteiligen werden. Sie werden auch darauf aufmerksam machen, dass acht Atomkraftwerke in Deutschland, darunter das AKW Neckarwestheim-2, Tag für Tag immer noch neuen Atommüll produzieren.

FAQ: Atommüll auf dem Neckar
Eine gedruckte Version von diesen "Fragen und Antworten" findest Du auch in unserem Shop - zum Bestellen und Verteilen (kostenlos).

21. Mai 2017: Unter dem Motto "Neckar? Entern!" zeigen rund 150 Atomkraftgegner*innen zu Wasser und zu Lande, dass auf dem Neckar kein Platz für Castor-Transporte ist. Weitere Fotos auf der Bündnis-Seite

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Foto: Jochen Stay Bunte Boote vor dem AKW Neckarwestheim

16. Mai 2017: Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) erteilt der EnBW die Genehmigung zum Transport der 15 Castoren von Obrigheim nach Neckarwestheim. Damit rückt der Tag X (erster Transport) in greifbare Nähe. Doch nun wehrt sich die Gemeinde Neckarwestheim: Der Bürgermeister fühlt sich übergangen und will per Eilrechtsschutzantrag vor Gericht erstreiten, dass die erteilte Transportgenehmig so lange außer Kraft gesetzt wird, bis seine Gemeinde die Transportunterlagen gutachterlich hat prüfen lassen.

8. Mai 2017: Aktivist*innen von Robin Wood demonstrieren mit einem XXL-Banner an der EnBW-Zentrale in Karlsruhe - einen Tag vor der Hauptversammlung des Konzerns. Klare Message des Protestes: Sicherheit vor Wirtschaftlichkeit!

neckarcastor_rowo_enbw.JPG
Foto: Robin Wood Prominent platzierter Protest

30. April 2017: Fahrrad-Aktionstag entlang des Neckar-Ufers: Mehr als 100 AKW-Gegner*innen erkunden per Fahrrad die geplante Castor-Transportstrecke zwischen Heilbronn und Neckarwestheim. Bericht und Fotos

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Foto: neckar-castorfrei.de So macht Protest Spaß!

4. März 2017: Ein gelungener Auftakt der Proteste: Bunt und laut demonstrieren mehr als 750 Menschen in Heilbronn gegen die geplanten Castor-Transporte auf dem Neckar. Demobericht und Fotos 

Demozug Neckar Castorfrei geht unter einer Brücke hindurch
Foto: PubliXviewinG Auftaktdemo in Heilbronn

21. Februar 2017: Der für den Castor vorgesehene Schubverband fährt neckaraufwärts, an Obrigheim vorbei Richtung Neckarwestheim. Dort müssen die leeren Castoren abgeholt werden. Pressemitteilung des Bündnis

Schubleichter am Neckar
Foto: www.antiatom.net Schubverband auf dem Neckar
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Unsinkbar?!

20. Februar 2017: .ausgestrahlt veröffentlicht das Plakat "Die Titanic vom Neckartal". Damit spielen wir auf die Aussage von EnBW-Kernkraft-Chef Jörg Michels an, der Schubleichter, mit dem die Castoren transportiert werden sollen, sei "unsinkbar". In der Realität gibt es regelmäßig Havarien.

17. Februar 2017: EnBW gibt bekannt, dass in nächster Zeit ein Probetransport mit drei leeren Castor-Behältern von Obrigheim nach Neckarwestheim schwimmen soll.

11. Februar 2017: Kletter-Aktivist*innen von Robin Wood hängen an einer Heilbronner Neckar-Brücke. Auf ihrem Banner steht: "Kein Atommüll auf dem Neckar! EnBW geizt – wir alle baden es aus."

Castor-Gegner*innen seilen sich von Neckarbrücke ab
Foto: Christina Albrecht/Robin Wood Brückenprotest

21. Januar 2017: Atomkraftgegner*innen vom Bündnis "Neckar Castorfrei" starten die sogenannte "Infowelle" durch die ersten vier Neckar-Anliegergemeinden. Weitere Termine  sind in Planung. Lokale Zeitungen berichten von der Aktion.

Mitte Dezember 2016: Die Schiffsanlegestelle in Neckarwestheim für den Castor-Transport auf dem Neckar ist fertig gestellt.

9. August 2016: EnBW erhält eine Einlagerungsgenehmigung für 15 Castoren aus Obrigheim in Neckarwestheim.

20. Juni 2016: Bei einer Pressekonferenz gibt EnBW bekannt, dass man sich für einen Tranport der Castoren auf dem Wasserwege entschieden hat. Bei der Sitzung einer Infokommission im April 2015 wurde noch erklärt, die verschiedenen Transportwege würden parallel geprüft. Der BUND kritisiert diese Pläne scharf.

März 2016: Der Bau der Schiffsanlegestelle/Laderampe in Neckarwestheim wird genehmigt.

23. Februar 2015: Umweltorganisationen fordern in einer gemeinsamen Stellungnahme eine vergleichende Umweltverträglichkeitsprüfung für die Transportwege Wasser/Straße und kritisieren das laufende Entscheidungsverfahren

Februar 2015: Rund ein Hektar Wald wird für den Neubau der Laderampe/Schiffsanlegestelle in Neckarwestheim abgeholzt - noch vor Erteilung der Baugenehmigung.

27. März 2014: EnBW stellt einen Antrag auf Transportgenehmigung  per Schiff. Die Genehmigung steht bis Anfang 2017 aus.

10. Dezember 2013: EnBW stellt offiziellen Antrag für die Einlagerung von Castoren aus Obrigheim in Neckarwestheim.

April 2013: Der BUND veröffentlicht zu den geplanten Transporten erstmals eine kritische Stellungnahme; ebenso wie das lokale Bündnis "Energiewende Heilbronn".

Ende 2012: Erstmals wird öffentlich die Variante des Castor-Transports auf dem Wasserwege nach Neckarwestheim kommuniziert. Berichte deuten daraufhin, dass die Idee dazu vom Umweltministerium kam.

11. Mai 2005: Das AKW Obrigheim wird abgeschaltet.

Anfang 2005: EnBW stellt ersten Antrag auf Bau eines neuen Zwischenlagers in Obrigheim. Der Staatskonzern lässt das Genehmigungsverfahren jedoch jahrelang mutwillig aus rein wirtschaftlichen Gründen ruhen. Bericht zum Erörterungstermin 2008

16. Mai 2017: Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) erteilt der EnBW die Genehmigung zum Transport der 15 Castoren von Obrigheim nach Neckarwestheim. Damit rückt der Tag X (erster Transport) in greifbare Nähe. Doch nun wehrt sich die Gemeinde Neckarwestheim: Der Bürgermeister fühlt sich übergangen und will vor Gericht erstreiten, dass die erteilte Transportgenehmig so lange außer Kraft gesetzt wird, bis seine Gemeinde die Transportunterlagen gutachterlich hat prüfen lassen.

neckarcastor_rowo_enbw.JPG
Foto: Robin Wood Prominent platzierter Protest

8. Mai 2017: Aktivist*innen von Robin Wood demonstrieren mit einem XXL-Banner an der EnBW-Zentrale in Karlsruhe - einen Tag vor der Hauptversammlung des Konzerns. Klare Message des Protestes: Sicherheit vor Wirtschaftlichkeit!

So macht Protest Spaß!

 


30. April 2017: Fahrrad-Aktionstag entlang des Neckar-Ufers: Mehr als 100 AKW-Gegner*innen erkunden per Fahrrad die geplante Castor-Transportstrecke zwischen Heilbronn und Neckarwestheim. Bericht und Fotos

Fronttranspi der Demo Neckar Castorfrei
Foto: PubliXviewinG


 

 

 

4. März 2017: Ein gelungener Auftakt der Proteste: Bunt und laut demonstrieren mehr als 750 Menschen in Heilbronn gegen die geplanten Castor-Transporte auf dem Neckar. Demobericht und Fotos

 

Schubleichter am Neckar stromaufwärts
Foto: www.antiatom.net

 


 

21. Februar 2017: Der für den Castor vorgesehene Schubverband fährt neckaraufwärts, an Obrigheim vorbei Richtung Neckarwestheim. Dort müssen die leeren Castoren abgeholt werden. Pressemitteilung des Bündnis dazu

 

 

20. Februar 2017: .ausgestrahlt veröffentlicht das Plakat "Die Titanic vom Neckartal". Damit spielen wir auf die Aussage von EnBW-Kernkraft-Chef Jörg Michels an, der Schubleichter, mit dem die Castoren transportiert werden sollen, sei "unsinkbar". In der Realität gibt es regelmäßig Havarien.

17. Februar 2017: EnBW gibt bekannt, dass in nächster Zeit ein Probetransport mit drei leeren Castor-Behältern von Obrigheim nach Neckarwestheim schwimmen soll.

Castor-Gegner*innen seilen sich von Neckarbrücke ab
Foto: Christina Albrecht/Robin Wood

11. Februar 2017: Kletter Aktivist*innen von Robin Wood hängen an einer Heilbronner Neckar-Brücke. Auf ihrem Banner steht: "Kein Atommüll auf dem Neckar! EnBW geizt – wir alle baden es aus."

 

 

 

 

21. Januar 2017: Atomkraftgegner*innen vom Bündnis "Neckar Castorfrei" starten die sogenannte "Infowelle" durch die ersten vier Neckar-Anliegergemeinden. Weitere Termine  sind in Planung. Lokale Zeitungen berichten von der Aktion.

Mitte Dezember 2016: Die Schiffsanlegestelle in Neckarwestheim für den Castor-Transport auf dem Neckar ist fertig gestellt.

9. August 2016: EnBW erhält eine Einlagerungsgenehmigung für 15 Castoren aus Obrigheim in Neckarwestheim.

20. Juni 2016: Bei einer Pressekonferenz gibt EnBW bekannt, dass man sich für einen Tranport der Castoren auf dem Wasserwege entschieden hat. Bei der Sitzung einer Infokommission im April 2015 wurde noch erklärt, die verschiedenen Transportwege würden parallel geprüft. Der BUND kritisiert diese Pläne scharf.

März 2016: Der Bau der Schiffsanlegestelle/Laderampe in Neckarwestheim wird genehmigt.

23. Februar 2015: Umweltorganisationen fordern in einer gemeinsamen Stellungnahme eine vergleichende Umweltverträglichkeitsprüfung für die Transportwege Wasser/Straße und kritisieren das laufende Entscheidungsverfahren

Februar 2015: Rund ein Hektar Wald wird für den Neubau der Laderampe/Schiffsanlegestelle in Neckarwestheim abgeholzt - noch vor Erteilung der Baugenehmigung.

27. März 2014: EnBW stellt einen Antrag auf Transportgenehmigung  per Schiff. Die Genehmigung steht bis Anfang 2017 aus.

10. Dezember 2013: EnBW stellt offiziellen Antrag für die Einlagerung von Castoren aus Obrigheim in Neckarwestheim.

April 2013: Der BUND veröffentlicht zu den geplanten Transporten erstmals eine kritische Stellungnahme; ebenso wie das lokale Bündnis "Energiewende Heilbronn".

Ende 2012: Erstmals wird öffentlich die Variante des Castor-Transports auf dem Wasserwege nach Neckarwestheim kommuniziert. Berichte deuten daraufhin, dass die Idee dazu vom Umweltministerium kam.

11. Mai 2005: Das AKW Obrigheim wird abgeschaltet.

Anfang 2005: EnBW stellt ersten Antrag auf Bau eines neuen Zwischenlagers in Obrigheim. Der Staatskonzern lässt das Genehmigungsverfahren jedoch jahrelang mutwillig aus rein wirtschaftlichen Gründen ruhen. Bericht zum Erörterungstermin 2008