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Publikationen zum Thema

Hier findest Du nach Kategorien sortiert alle .ausgestrahlt-Publikationen zum Thema Klima und Atom, sowie hilfreiche Links zu externen Informationen.


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Schauermärchen der Atomlobby

Der Atomlobby gehen die Schauermärchen nicht aus. Immer wieder tischt sie der Bevölkerung neue Behauptungen auf, die angeblich belegen, dass der Ausstieg aus der Atomkraft nicht machbar ist. Dass keine dieser Geschichten wahr ist oder uns gar das Fürchten lehren müsste, stellen diese Fakten klar und beweisen: Gruselig ist nur die Atomlobby selbst!

  • Schauermärchen 1: „Deutschland wird zum Stromimporteur“

    Fakt ist:

    Deutschland hat im Jahr 2017 abermals mehr Strom fürs Ausland erzeugt als je zuvor. Im Jahr 2017 lag der Exportüberschuss laut Arbeitsgemeinschaft der Energiebilanzen bei 55 Terawattstunden (Milliarden Kilowattstunden), was gegenüber dem Rekordwert des Vorjahres abermals ein leichter Anstieg war (53,7 Terawattstunden). Der Wert für 2017 ergibt sich aus einem Export von rund 83 und einem Import von rund 28 Terawattstunden. Der Exportüberschuss, der seit sechs Jahren stetig zunimmt, entsprach gut 70 Prozent der deutschen Atomstromerzeugung von rund 76 Terawattstunden.
    Deutschland erzielte durch den Stromexport Einnahmen in Höhe von 2,8 Milliarden Euro und bezahlte gut eine Milliarde für den Import.

    Verhältnis Stomex- und importe.JPG

    Seit Jahren liegen die Preise für importieren und exportierten Strom etwa auf gleichem Niveau. Im Jahr 2017 wurde die Kilowattstunde im Mittel für 3,56 Cent ans Ausland verkauft, der Importstrom kostete durchschnittlich 3,83 Cent, wie das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg errechnete.

    Nachschlagen:

  • Schauermärchen 2: „Strom wird knapp, am Strommarkt steigen die Preise"

    Fakt ist:

    Im Mittel lag der Preis am Spotmarkt der Strombörse (Day Ahead Auktion) im Jahr 2017 bei knapp 3,3 Cent je Kilowattstunde. Damit war der Strom deutlich billiger als zu Zeiten vor Fukushima: Im Jahr 2010, als in Deutschland noch 17 Atomkraftwerke liefen, lag der Preis noch bei 4,56 Cent, 2008 sogar bei 6,68 Cent. Der Spotmarktpreis, der für jede Stunde in einer vortägigen Auktion ermittelt wird, und gemäß Angebot und Nachfrage stets die aktuelle Verfügbarkeit widerspiegelt, zeigt somit, dass ausreichend Strom vorhanden war. Auch für die kommenden Jahre erwartet der Markt keine Knappheit, was sich in stabilen Preisen niederschlägt: Am Terminmarkt wird der Strom für die Jahre bis 2021 für rund 3,4 Cent je Kilowattstunde verkauft.

    Die Strompreise stagnieren auch für Endverbraucher; seit 2013 haben sie sich kaum verändert. Und das betrifft wohlgemerkt die nominalen Preise. Rechnet man dann noch gegen, dass in den vergangenen Jahren zugleich die Löhne gestiegen sind, ist der Strom kaufkraftbereinigt sogar billiger geworden.

    Nachschlagen:

     

     

     

  • Schauermärchen 3: „Die erneuerbaren Energien lassen sich nicht schnell genug ausbauen"

    Fakt ist:

    Erneuerbare Energien haben 2017 28 Terawattstunden mehr Strom produziert als noch im Jahr zuvor, vor allem durch den Zubau von Windkraftanlagen. Alleine der Zuwachs binnen dieses einen Jahres entspricht der Jahresproduktion von drei Atomkraftwerken.

    Im Jahr 2017 erreichte der Anteil der Erneuerbaren am deutschen Strommix bereits 33 Prozent, nachdem es 2016 noch 29 Prozent waren. Im Vergleich zum Vor-Fukushima-Jahr 2010 legten die Erneuerbaren in Deutschland im Jahr 2017 um 112 Terawattstunden zu. Im gleichen Zeitraum ging die Atomstromerzeugung aber nur um etwa 65 Terawattstunden (von 141 im Jahr 2010 auf nunmehr etwa 76) zurück. Es hätte also noch viel mehr Atomstrom ersetzt werden können.

    Anteil, Atomenergie und Erneuerbare Energien an Bruttostromerzeugung

    Nachlesen:

     

     

  • Schauermärchen 4: „Die EEG-Umlage schnellt in die Höhe"

    Fakt ist:

    Die Umlage für die Förderung des Ökostroms nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ist in den zurückliegenden Jahren kaum noch gestiegen. Im Jahr 2014 lag sie bei 6,24 Cent je Kilowattstunde, im Jahr 2018 beträgt sie 6,79 Cent. Im Vergleich zu 2017, als die Umlage bei 6,88 Cent lag, ist sie zuletzt sogar leicht gesunken.

    Der Betrag für 2018 basiert auf Schätzungen der Stromwirtschaft hinsichtlich der Ökostromerzeugung und der Strommärkte in diesem Jahr. Die Umlage könnte deutlich niedriger liegen, wenn sie nicht vor allem von Haushalten und Kleinverbrauchern bezahlt werden müsste; große Unternehmen bekommen sie zu großen Teilen erlassen.

    Entwicklung EEG-Umlage.JPG

    Nachlesen:

  • Schauermärchen 5: „Die Netzstabilität ist gefährdet“

    Fakt ist:

    Haushalte in Deutschland waren im Jahr 2016 im Durchschnitt 12,8 Minuten ohne Strom. Damit erreicht Deutschland im internationalen Vergleich einen Spitzenwert der Versorgungssicherheit; andere Länder mit einem großen Netz, liegen allesamt darüber. Großbritannien und Frankreich zum Beispiel lagen zuletzt jeweils bei rund einer Stunde Ausfallzeit pro Haushaltskunde.

    In Deutschland lag die jährliche Zeit des Netzausfalls in den vergangenen drei Jahren stets konstant zwischen 12 und 13 Minuten. In den Jahren 2006 bis 2009 hatte der sogenannte Saidi-Wert (System Average Interruption Duration Index) noch
    zwischen 16 und 22 Minuten gelegen. Es gibt keine Hinweise drauf, dass dieser Wert in 2017 nennenswert abweicht.

    Stromausfall in Deutschland.JPG

    Nachlesen:

  • Schauermärchen 6: „Der Ausstieg ist mit dem Klimaschutz nicht vereinbar“

    Fakt ist:

    Das Abschalten der AKW macht den Weg zu echtem Klimaschutz erst frei. So hat das Plus bei den Erneuerbaren seit 2010 nicht nur das Aus von neun AKW kompensiert, sondern auch die Produktion von Kohlestrom gedrosselt. Das Abschalten der AKW würde den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien erleichtern, gerade auch der kostengünstigen und ertragreichen Windkraft. Der zügige, engagierte Ausbau der erneuerbare Energien ist wiederum Voraussetzung für einen erfolgreichen Kohleausstieg.

    Stromerzeugung und Verbrauch.JPG

    Atomkraft deckt weltweit übrigens nur etwas mehr als zwei Prozent des Energiebedarfs. Eine solche Nischentechnik kann das Klima nicht retten. Um nur zehn Prozent der weltweiten Treibhaus-Emissionen einzusparen, müsste bis 2050 die Anzahl der bestehenden Atomkraftwerke verdreifacht werden. Durch diesen massiven Ausbau der Atomenergie wären allerdings bereits 2040 die Uranvorräte erschöpft, und die neu gebauten AKW könnten nicht mehr betrieben werden.

    Atomenergie ist im Übrigen keine CO2-freie Stromquelle. Vor allem bei der Förderung von Uran entstehen klimaschädliche Treibhausgase. Eine Kilowattstunde verursacht dadurch 88 bis 146 Gramm CO2. Damit hat Atomstrom eine deutlich schlechtere Klimabilanz als Windenergie.

    Nachlesen:


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