Atomkraftwerk Borssele
Das Atomkraftwerk Borssele ist das einzige AKW in den Niederlanden, das noch in Betrieb ist. Es gehört zu den ältesten in Europa. Auf dem Gelände wurde zudem ein Zwischenlager für verbrauchte Brennelemente errichtet.
Der 1973 in Betrieb genommene Reaktor Borssele I ist einer der ältesten Reaktoren Europas. Für 2004 gab es bereits Stilllegungspläne. Der Weiterbetrieb der Anlage ist vorerst unter Auflagen bis Ende 2033 genehmigt worden, das Kabinett Rutte IV bestätigte den Weiterbetrieb aber über diesen Abschalttermin hinaus. Im Gespräch ist eine Laufzeit bis zu 80 Jahren.
Der deutsche Atomkonzern RWE ist mit 30 Prozent an dem Atomkraftwerk beteiligt. RWE war 2008 auch an den Plänen beteiligt, am Standort Borselle einen zweiten Reaktor zu errichten. Das Vorhaben ist aber aufgegeben worden.
Spektakulär war eine Protestaktion im Mai 2005: 30 Greenpeace-Aktivisten kletterten auf das AKW und malten einen großen Riss auf den Beton. In einer Studie vom September 2011 führte Greenpeace aus, dass der Betrieb aufgrund des hohen Alters und unzureichender Sicherheitsmaßnahmen große Gefahren mit sich bringt.
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