Zwischenlager Mitterteich
Im bayrischen Mitterteich befindet sich eines der größten Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in Deutschland.
Seit 1987 werden hier mitten in einem Industriegebiet an der A39 vorwiegend 200 und 400-Liter-Fässer mit Abfällen aus den bayrischen Atomkraftwerken Gundremmingen, Isar und Grafenrheinfeld gelagert. Die genehmigte Lagerkapazität liegt bei 40.000 Abfallbehältern und ist befristet bis Ende 2028.
In der sogenannten „EVU-Lagerhalle“ wurden kontaminierte Bauteile aus den AKW Gundremmingen-A, dem Versuchsatomkraftwerk Kahl am Main (VAK) sowie ausgemusterte Bauteile aus dem AKW Grafenrheinfeld eingelagert. Außerdem befindet sich auf dem Gelände eine „Landessammelstelle“ für Abfälle aus der Nuklearmedizin, Industrie und aus Forschungseinrichtungen.
Das Verteidigungsministerium erklärte, dass es sich bei dem Zwischenlager um keine „schützenswerte Industrieanlage“ handelt und der Bereich keinen besonderen Einschränkungen für den militärischen Flugbetrieb unterliegt. Regelmäßige finden Tiefflüge von Kampfjets und Transall-Flugzeugen bis 300 m Höhe statt.
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Schwach- und mittelradioaktiver Müll – Illusionen der Lösung
An verschiedenen Orten in Deutschland ist schwach- und mittelradioaktiver Atommüll bereits eingelagert - mit zahlreichen ungelösten Problemen. Bundesregierung und Atomwirtschaft versuchen nichtsdestotrotz den Eindruck zu erwecken, sie hätten alles im Griff.