Aktionsbild zur Tihange Menschenkette

KettenreAktion Tihange - jeder Meter zählt!

Komm zur Menschenkette am Sonntag, den 25. Juni 2017 und setze mit Zehntausenden Atomkraftgegner*innen aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden ein weithin sichtbares Zeichen: AKW überall abschalten! Die trinationale "Kettenreaktion" wird 90 Kilometer lang sein und vom belgischen Schrottreaktor Tihange über Lüttich und Maastrich nach Aachen führen.

Atomkraftgegner*innen aus dem Länderdreieck Belgien-Niederlande-Deutschland fordern damit die Stilllegung des grenznahen Skandalmeilers. Zugleich erinnern sie daran, dass trotz Atomausstiegs-Beschluss auch in Deutschland noch acht Meiler in Betrieb sind. Daher gibt es für Atomkraftgegner*innen aus der ganzen Republik einen guten Grund, bei der Menschenkette mitzumachen!

.ausgestrahlt unterstützt diese Aktion des Bündnis Kettenreaktion Tihange. Weitere Informationen zur Menschenkette findest Du dort.

Jeder Meter zählt!

Bei der „Kettenreaktion Tihange“ demonstrieren Atomkraftgegner*innen aus Belgien, den Niederlanden, Deutschland und vielen anderen Ländern Hand in Hand dafür, die AKW überall abzuschalten.  

 

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Streckenübersicht (Süd-West)
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Streckenübersicht (Nord-Ost)

 

Damit das gelingt – und damit nirgendwo Lücken bleiben –, ist die Strecke in 90 Ein-Kilometer-Abschnitte unterteilt. Für jeden Abschnitt gibt es eine "Patenregion" in Deutschland, die diesen füllen soll. Ebenso gibt es in Belgien und den Niederlanden Patenregionen für die Abschnitte. 

So werden sich die Teilnehmer*innen aus Aachen stadtviertelweise auf insgesamt mehr als 30 Kilometer der Strecke verteilen (Karte folgt!), Personen aus der Städteregion Aachen sind einzelnen Abschnitten zugeteilt. Auch Köln (Partnerstadt von Lüttich) und Koblenz (Partnerstadt von Maastricht) bekommen mehrere Kilometer, die übrigen Landkreise und Regierungsbezirke in Nordrhein-Westfalen und den angrenzenden Regionen jeweils einen. Eine Handvoll Streckenabschnitte schließlich müssen bundesweit anreisende Atomkraftgegner*innen füllen. 

Streckenzuordnung im Detail (Tabelle)

Wird die „Kettenreaktion“, der Kettenschluss, gelingen? Ja – wenn wir überall viele sind. Lade Freund*innen und Kumpel, Verwandte und Bekannte, Nachbar*innen und Kolleg*innen zur Menschenkette ein! Denn jeder Meter zählt. 

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Bundesweite "Patenregionen" für einzelne Streckenabschnitte

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Zuteilung der Streckenabschnitte für NRW

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Zuteilung der Streckenabschnitte für die Städteregion Aachen

Kettenreaktion Tihange

92 km Anti-Atom-Menschenkette
Tihange (B) – Lüttich (B) – Maastricht (NL) – Aachen (D)
25. Juni 2017

Für den europäischen Atomausstieg – AKW überall abschalten

Im Dreiländereck zwischen Belgien, den Niederlanden und Deutschland ist in den letzten Jahren eine kraftvolle grenzüberschreitende Anti-Atom-Bewegung entstanden. Ausgelöst durch die desolaten Zustände in den belgischen Atomkraftwerken Tihange und Doel mit tausenden Rissen in den Reaktordruckbehältern, wehren sich die Menschen gegen die strahlende Bedrohung.
Wir wissen: der Super-GAU kann jeden Tag in jedem Reaktor passieren. Die Region um Aachen, Maastricht und Lüttich ist nicht nur durch Tihange oder Doel bedroht, sondern auch durch die AKW Borsele in den Niederlanden, Cattenom, Chooz und Gravelines in Frankreich und durch die Atomkraftwerke Lingen und Grohnde in Deutschland.

Wer das Risiko senken will, muss alle AKW abschalten, in Europa und weltweit. Deshalb demonstrieren wir am 25. Juni grenzüberschreitend – gegen die AKW Tihange und Doel sowie gegen alle anderen noch laufenden Reaktoren und Atomfabriken."

Der Atomausstieg in Deutschland dauert viel zu lange. Schon heute werden für die Stromversorgung keine Atomkraftwerke mehr benötigt. Deshalb sollten die noch laufenden acht Reaktoren in der Bundesrepublik jetzt vom Netz gehen und nicht erst 2022. Wer gegenüber den Nachbarländern auf das Abschalten ihrer Schrottmeiler drängt, sollte mit gutem Beispiel vorangehen. Denn viele vergessen: Deutschland ist nach Frankreich nach wie vor der zweitgrößte Atomstromproduzent in der EU.

Vom Ausstieg ganz ausgenommen sind bisher die Atomfabriken in Lingen und Gronau, die unbefristete Betriebsgenehmigungen haben und AKW in zahlreichen Ländern mit Brennstoff versorgen. Auch Tihange und Doel werden mit Brennelementen aus Lingen betrieben. Das muss aufhören. Die Anlagen in Lingen und Gronau müssen sofort geschlossen werden.

Daher rufen die unterzeichnenden Organisationen dazu auf, aktiv zu werden, damit die Atomanlagen in Deutschland wie im Ausland jetzt abgeschaltet werden und nicht erst nach der nächsten Katastrophe. 

Macht mit und setzt mit uns ein grenzüberschreitendes Zeichen, Hand in Hand für einen europäischen Atomausstieg!

Erstunterzeichner*innen:
.ausgestrahlt
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg 
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) 
Campact 
IPPNW
Umweltinstitut München 
WeMove.EU

Der Aufruf als PDF:  Icon Aufruf zur Kettenreaktion Tihange

Die drei (Uralt-)Reaktoren in Tihange sind seit vielen Jahren umstritten. Im Jahr 2012 nahm der Betreiberkonzern Electrabel Tihange-2 zeitweilig vom Netz, weil im Reaktordruckbehälter mehrere Tausend Haarrisse entdeckt wurden. Ende 2015 ging der Reaktor dennoch wieder in Betrieb.

Die Städteregion Aachen reichte Anfang März 2016 mit eine Klage gegen das Wiederanfahren von Tihange-2 ein, Nordrhein-Westfalen sowie über 100 Kommunen schlossen sich bis heute an und kündigten parallel eine Beschwerde bei der EU-Kommission wegen der Laufzeitverlängerung für Tihange-1 an. Tihange ist knapp 60 Kilometer Luftlinie von der grenznahen Stadt Aachen entfernt. Sollte es zu einem Super-GAU kommen, wird die dicht besiedelte Region für Jahrzehnte unbewohnbar sein.

Neue  Recherchen deckten zudem auf, dass die deutsche Brennelemente-Fabrik in Lingen monatelang Brennstäbe in für Tihange 2 geliefert hat - obwohl sogar das Bundesumweltministerium die Abschaltung des AKW gefordert hat.