Aktionsbild zur Tihange Menschenkette

Kettenreaktion Tihange

Am Sonntag, den 25. Juni 2017 startet die Menschenkette zur sofortigen Abschaltung der Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3. Atomkraftgegner*innen aus dem Länderdreieck Belgien-Niederlande-Deutschland fordern die sofortige Abschaltung der grenznahen Schrottmeiler. Zugleich erinnern sie daran, dass trotz Atomausstiegs-Beschluss auch in Deutschland noch acht Meiler in Betrieb sind. 

Hintergrund

Die belgischen Reaktoren Tihange und Doel sind seit Jahren umstritten. Im Jahr 2012 nahm der Betreiberkonzern Electrabel sie vom Netz, weil in den Reaktordruckbehältern mehrere Tausend Haarrisse entdeckt wurden. Seit Anfang 2016 sind beide AKW wieder in Betrieb. Seither wird immer wieder über erneute Zwischenfälle in Doel und Tihange berichtet.

Die Städteregion Aachen reichte Anfang März 2016 mit zehn Kommunen eine Klage gegen das Wiederanfahren von Tihange-2 ein, Nordrhein-Westfalen schloss sich an und kündigte parallel eine Beschwerde bei der EU-Kommission wegen der Laufzeitverlängerung für Tihange-1 an. Tihange ist etwa 80 Kilometer von der Grenze zu Deutschland entfernt. Sollte es zu einem Super-GAU kommen, wird die dicht besiedelte Region Aachen und Umgebung für Jahrzehnte unbewohnbar werden.

Dies ist eine gemeinsame Aktion mit dem Bündnis Kettenreaktion Tihange . Weitere Informationen zur Menschenkette findest Du dort.