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15 Jahre Fukushima, 40 Jahre Tschernobyl
40 Jahre nach Tschernobyl, 15 Jahre nach Fukushima und drei Jahre nach dem Abschalten der letzten AKW in Deutschland wird Atomkraft in Europa wieder als das nächste große Ding gehandelt. Haben wir aus den Katastrophen nichts gelernt?
Was kannst Du tun?- Unterschreibe unsere Unterschriftenliste „Keine EU-Subventionen für Atomkraft“.
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- Werde aktiv und organisiere zum Fukushima- und / oder Tschernobyl-Jahrestag selbst eine Mahnwache.
15 Jahre Fukushima, 40 Jahre Tschernobyl
Erinnern heißt handeln
40 Jahre ist es her, dass die radioaktive Wolke des AKW-Unfalls von Tschernobyl über Europa zieht. Der Super-GAU wird für Hunderttausende Menschen zum Weckruf für ihr Engagement gegen Atomkraft. 25 Jahre später bringen die Bilder der zerstörten Reaktoren in Fukushima die Diskussion erneut in deutsche Wohnzimmer – und bewegen selbst CDU, CSU und FDP, endlich den Weg für den Atomausstieg freizumachen. Fast drei Jahre ist das Abschalten der letzten AKW nun her. Doch das Thema Atomkraft ist noch lange nicht vom Tisch.
Mit Buzzwords wie „Small Modular Reactors“ (SMR), „Generation IV“, „Kernfusion“ und „Transmutation“ inszeniert sich die Atomindustrie als modern und zukunftsorientiert. Das grüne Mäntelchen, das sie ihr zusätzlich umhängt, ist ebenfalls gezielte PR: Es instrumentalisiert den vermeintlichen Klimaschutz, um die Risiken in den Hintergrund treten zu lassen und Unterstützung für neue Projekte zu gewinnen.
Dabei steckt hinter dieser angeblichen „Renaissance der Atomkraft“ vor allem Marketingkalkül: Eine Branche unter massivem Druck erzählt die Geschichte ihres angeblichen Comebacks, um politische Aufmerksamkeit und staatliche Fördergelder zu mobilisieren – Gelder, ohne die sie im Wettbewerb mit den Erneuerbaren chancenlos wäre.
Angesichts hoher Kosten, ungelöster technischer Probleme, und gesellschaftlicher Konflikte bleibt die Umsetzung auch der in Europa angekündigten Atomprojekte fraglich. Doch es wäre ein Fehler, darauf zu vertrauen, dass sich diese Vorhaben von selbst erledigen.
In den vergangenen Jahren ist es der gut vernetzten Atomlobby – u. a. organisiert in der Europäischen Nuklearallianz – mit massivem Druck atomfreundlicher Staaten, allen voran Frankreich, gelungen, Atomkraft wieder salonfähig zu machen. Dabei geht es um sehr viel Geld. Auf europäischer Ebene kämpft die Atomlobby um den Zugriff auf immer neue Fördertöpfe. Im kommenden mehrjährigen Finanzrahmen (MFR)1 soll Atomkraft erstmals wieder direkt aus EU-Mitteln gefördert werden.
Doch jeder Euro, der in Atomprojekte fließt, fehlt für den dringend benötigten Ausbau erneuerbarer Energien. Atomillusionen lenken von echten Lösungen ab und binden Ressourcen, die wir für die Bewältigung der Klimakrise benötigen.
Der Regierungswechsel in Berlin hat die atomkritische Allianz in Europa empfindlich geschwächt. Sollte Deutschland in den laufenden Verhandlungen um den nächsten EU-Haushaltsrahmen nicht entschieden gegenhalten, drohen weitere EU-Milliarden an in Atomprojekte statt in Erneuerbare zu fließen.
Die Opfer von Tschernobyl, Fukushima und anderen Atomkatastrophen mahnen uns, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Jetzt braucht es viele Menschen, die der Bundesregierung deutlich machen: Wir wollen nicht, dass Deutschland Atomprojekte mitfinanziert – auch nicht indirekt über den EU-Haushalt!
1 Der mehrjährige Finanzrahmen (MFR) ist ein langfristiger Haushaltsplan, der die finanziellen Obergrenzen der Europäischen Union für einen Zeitraum von in der Regel sieben Jahren festlegt. Er bildet die Grundlage für die jährlichen Budgets der Europäischen Union. Der nächste MFR mit der Laufzeit 2028–2034 wird derzeit verhandelt.
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Energiewende statt Atomillusionen: Keine Förderung von SMR und anderen Atomprojekten! »
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Was genau ist in Fukushima und Tschernobyl passiert? Welche Auswirkungen haben die Unfälle bis heute? Die virtuelle Ausstellung gibt Antwort. »
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Rund um die Jahrestage der Atomkatastrophen von Fukushima und Tschernobyl lädt .ausgestrahlt zu einer Online-Veranstaltungenreihe ein. »
Plakat: Fukushima mahnt 2026
Mahnwachenplakat (A3 /A4) zum Download und Selbstdrucken. »
Jahrestag Fukushima
Lass die Sonne aufgehen - Infomaterial und Anti-Atom-Fahnen
Mahnwachen zum Fukushima-Jahrestag
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15 Jahre Fukushima
Der Super-GAU im japanischen Fukushima am 11. März 2011 hat gezeigt, dass es auch in einem AKW, das von Betreibern, Sachverständigen und Behörden als „sicher“ eingestuft wird, schlagartig zur Katastrophe kommen kann – selbst in einem Hochtechnologieland mit jahrzehntelanger Erfahrung mit Atomkraft. Hunderttausende mussten in Fukushima vor der Strahlenwolke fliehen, verloren ihr Zuhause und ihren Arbeitsplatz. Noch heute, 15 Jahre nach dem Super-GAU, ist ihre Heimat in weiten Teilen kontaminiert.
Die Zahl der Schilddrüsenkrebsfälle bei Kindern und Jugendlichen hat sich verzwanzigfacht – und das ist nur die Spitze des Eisbergs, was die gesundheitlichen Folgen des Atomunfalls angeht.
In Deutschland gingen damals Hunderttausende gegen Atomkraft auf die Straße. Alle hatten die Gefahren der Atomkraft klar vor Augen. Die schwarz-gelbe Bundesregierung nahm die kurz zuvor beschlossene Laufzeitverlängerung der AKW zurück. Der Bundestag beschloss mit überwältigender Mehrheit, dass acht AKW sofort und die übrigen neun bis Ende 2022 vom Netz gehen sollten.
Seit April 2023 sind alle AKW in Deutschland abgeschaltet, das hat das Atom-Risiko hierzulande drastisch reduziert. In anderen Ländern aber sind weiter Reaktoren in Betrieb.
Atomkraft bleibt eine gefährliche Hochrisikotechnologie. An den guten Gründen für den Atomausstieg hat sich nichts geändert. In jedem AKW kann es jeden Tag zu einem schweren Unfall kommen.
Fukushima mahnt: Alle AKW weltweit abschalten!
Fragen und Antworten
Rückblick und Aufzeichungen der .ausgestrahlt Onlineveranstaltungereihen zu den Jahrestagen
2024: 13 Jahre Fukushima - 12 Monate Abschalten
Aufzeichnungen der Veranstaltungsreihe zum 13. Jahrestag von Fukushima und 1 Jahr nach Abschalten der letzten AKW. »
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Dokumentationen zu Fukushima - unsere Empfehlungen
FUKUSHIMA – Die bleibende Katastrophe
Dokumentation, Greenpeace Deutschland 2016, 17 Min.
Entwurzelte Menschen und eine auf Jahrhunderte kontaminierte Natur - das ist die Realität, fünf Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima. In diesem Film begegnen wir Menschen, die nach dem 11. März 2011 ihre Häuser im Evakuierungsgebiet zurück lassen mussten und noch immer nicht wissen, ob oder wann sie zurückkehren werden.
Fukushima – Chronik eines Desasters
arte-Dokumentation, Japan 2012, 47 Minuten
Der Film wirft ein erschreckendes Schlaglicht auf bisher selbst von Experten nicht erkannte Schwachstellen von Atomkraftwerken. Er zeigt, wie es überhaupt zu einem Totalausfall der Stromversorgung und infolgedessen zu einer mangelhaften Kühlung der Reaktorkerne und Brennstäbe kommen konnte - mit der bekannten fatalen Kettenreaktion von der Kernschmelze bis zum Freisetzen erheblicher Mengen an Radioaktivität.
Interviews mit den zum Zeitpunkt der Havarie diensthabenden Mitarbeitern ermöglichen es, die Ereignisse im Kontrollraum des Kernkraftwerks genau zu rekonstruieren. Anhand von 3D-Computergrafiken, nachgestellten Szenen und Exklusivinterviews wird deutlich, dass die tatsächlichen Verhältnisse im Reaktorblock 1 viel gefährlicher waren, als es die Arbeiter in der Kontrollzentrale ahnen konnten.