Im Juli 2015 wurden 8 Störfälle, Vorkomnisse oder Abweichungen vom regulären Betrieb in Atomanlagen verzeichnet. Davon sind 5 deutsche Anlagen betroffen. Seit Jahresbeginn summieren sich in unseren Aufzeichnungen allein in Deutschland sämtliche Störungen auf 39, davon 36 meldepflichtige.
Vor drei Tagen ist es zu einer Reaktorschnellabschaltung im Schweizer Atomkraftwerk Mühleberg gekommen. Neue Bundesvorgaben fordern jetzt als Konsequenz aus den Havarien von Fukushima, dass bei einem Super-GAU die Evakuierung von Großstädten, wie Bern, sichergestellt werden muss. Zumindest theoretisch. Denn möglicherweise werden diese – in ihrer Wirkung umstrittenen – Anpassungen …
Auf dem Dach des als „Pannenmeiler“ bekannten Atomkraftwerks Temelin in Tschechien ist erhöhte Radioaktivität gemessen worden. Der Betreiber der Anlage verschwieg den Störfall tagelang, nun fordern AtomkraftgegnerInnen „umfassende Überprüfungen“. Parallel zu diesem Ereignis kam es im französischen AKW Paluel zu einem Großbrand.
Im Juni 2015 haben sich mindestens 8 Störfälle, Vorkommnisse oder Abweichungen vom regulären Betrieb in Atomanlagen ereignet. Zuletzt meldete das Atomkraftwerk Philippsburg zwei Leckagen.
Eine neue Studie belegt den Zusammenhang zwischen Leukämieerkrankung und dem Arbeiten in einem Atomkraftwerk: Das Risiko steigt linear mit der Strahlendosis an. Schon kleine Dosen von Radioaktivität können Blutkrebs auslösen.
Das direkt an der deutschen Grenze stehende und älteste Atomkraftwerk Frankreichs wird vermutlich doch nicht bis Ende 2016 abgeschaltet. Präsident Hollande wird damit sein Wahlversprechen brechen, Fessenheim stillzulegen.
Durch die Übertragung von Strommengen aus bereits stillgelegten Atomkraftwerken auf das bayerische AKW Gundremmingen ist dessen Weiterbetrieb gesichert worden. Eigentlich wäre die Betriebserlaubnis im kommenden Jahr erloschen. Denn es handelt sich um das „gefährlichste AKW Deutschlands“.
Im französischen Atomkraftwerk Cattenom, das unweit der deutschen Grenze steht, ist es zu einem „ernstzunehmenden“ Störfall gekommen. Ein Ventil wurde „fehlerhaft geöffnet“, die Atomaufsicht stuft das Ereignis in die Kategorie „Abweichung vom normalen Betrieb der Anlage“.
Die aktuelle Havarie des Düngemittelfrachters in der Nordsee erhält mit folgendem Wissen einen Beigeschmack: In der Vergangenheit transportierte das Schiff Uranerzkonzentrat zwischen Namibia und Hamburg.
Der Betreiber des Atomkraftwerks Neckarwestheim bittet die Anwohner um Entschuldigung für „Geräuschentwicklung“ am Sonntagabend. In Niedersachsen bleibt das AKW Emsland weiter vom Netz weil die Wartung verlängert werden musste. Und aus dem hessischen Meiler Biblis wird eine Leckage gemeldet.