Atomkraft in Bulgarien
Das AKW-Projekt Belene, mitten im Erdbebengebiet, ist schon dreimal gescheitert. Aber Totgesagte leben manchmal länger.
Das AKW-Projekt Belene, mitten im Erdbebengebiet, ist schon dreimal gescheitert. Aber Totgesagte leben manchmal länger.
Einmal quer durch die Republik – regelmäßig fahren Züge mit atomarer Fracht von Kiel nach Trier. Am kommenden Wochenende machen Atomkraftgegner*innen mit einem "Streckenaktionstag" darauf aufmerksam. Ihre Reise führt in Regionalzügen über Hamburg, Bremen, Osnabrück, Münster, Hagen, Köln, Bonn, Koblenz und Trier. Es ist möglich unterwegs zuzusteigen.
Zweimal hat es in wenigen Tagen im grenznahen, französischen Atomkraftwerk Cattenom gebrannt. Kontrolleure fanden in zwei Räumen „Pfützen“ mit unbekannten Inhalten und Warnschilder vor hoher Strahlung. Kritiker*innen sprechen von „besorgniserregenden Zuständen“ im Kraftwerk.
In im Süden laufen Atomkraftgegner*innen zur Zeit Sturm gegen die Wiederinbetriebnahme des schweizer Atomkraftwerk Leibstadt. Trotz nicht geklärter Korrosionsprobleme im Reaktorkern soll das Kraftwerk wieder in Betrieb genommen werden.
Vergangene Woche meldete das niedersächische Atomkraftwerk Grohnde den Ausfall eines sicherheitsrelevanten Bauteils. Atomkraftgegner*innen kritisieren, die Atomaufsicht hätte wegen damit zusammenhängender Auswirkungen die Abschaltung anordnen müssen. Doch das Kraftwerk befindet sich weiter im Betrieb.
Der nächste Global Player im internationalen Atomgeschäft befindet sich in einer schweren Krise: Das japanisch/amerikanische Unternehmen Toshiba will künftig keine Atomkraftwerke mehr bauen, weil die finanziellen Risiken zu hoch sind.
Seit dem 22. Dezember befinden sich acht tansanische Umwelt-Aktivist*innen und Bauern in Haft, weil sie sich einen Eindruck vom Uranbergbau und dessen Folgen im Norden Malawis verschaffen wollten.
Möglicherweise rückt die endgültige Abschaltung des ältesten Meilers in Frankreich näher. Der Staat bietet dem Betreiber Zusicherungen und Entschädigungszahlungen für das Aus beider Meiler an - in absurder Größenordnung. Der Konzern hat zugestimmt; Atomkraftgegner*innen bleiben skeptisch, Arbeiter*innen kündigen an „ihr“ Atomkraftwerk zu besetzen.
Obwohl der Ausstieg beschlossen ist, wird Atomenergie in Deutschland weiterhin in erheblichem Umfang staatlich gefördert oder begünstigt. Wie das Umweltbundesamt (UBA) in der Aktualisierung einer Studie belegt, sind die umweltschädlichen Subventionen in Deutschland „weiterhin viel zu hoch“.
Stürzt ein großes Flugzeug in das Atomkraftwerk Grohnde, droht ein Kernschmelzunfall. Gutachterin Oda Becker untermauert die Forderungen von Atomkraftgegner*innen, die gegen den Weiterbetrieb des niedersächsischen Meilers klagen.