Im Genehmigungsverfahren zum Abriss des AKW Neckarwestheim 1 wurde mit über 2.500 Einwendungen grundsätzliche Kritik am geplanten Verfahren erhoben. Mitte Juni soll es zur Erörterung kommen. Eine sachliche Prüfung der Einwendungen kann innerhalb von nur drei Monaten nicht stattgefunden haben, kritisieren AtomkraftgegnerInnen und stellen das gesamte Vorgehen in Frage.
Millionen Menschen in Südafrika haben keinen Zugang zu Strom, 95% der elektrischen Energie wird mit dreckiger Kohle produziert. Deutsche Technologien könnten helfen, das Land zum Vorreiter der regenerativen Energien in Afrika zu machen. Doch mächtige Interessensträger möchten etwas anderes: Eine afrikanische Renaissance der Atomkraft.
An der südtürkischen Mittelmeerküste entsteht das erste Atomkraftwerk des Landes. Akkuyu liegt in unmittelbarer Nähe zu einer aktiven Erdbebenzone, nur etwa 25 Kilometer entfernt vom seismischen Zentrum des sogenannten Ecemis-Grabens. Die Unterlagen zu dem Projekt sind geheim.
Eine dunkle Rauchsäule stand am Wochenende über Reaktorblock 3 des US-Atomkraftwerks Indian Point. Alle Notfallsysteme hätten funktioniert, beschwichtigt der Betreiber. Der Meiler befindet sich nur 50 Kilometer nördlich von Manhatten.
Ungarn will den Ausbau der Atomkraft forcieren. Am einzigen AKW-Standort Paks sollen zwei russische Reaktorblöcke entstehen. Der Bauauftrag erfolgte ohne öffentliche Ausschreibung, viele Details sind geheim. Mit der Errichtung des weltweit neuen Reaktortyps würde der Ort quasi zu einem „Freilufttestgelände“.
Aus dem Widerstand gegen die atomaren Pläne im Landkreis Lüchow-Dannenberg entstand 1989 die „Kulturelle Landpartie“. Jahr für Jahr begeistert Deutschlands größte Handwerks- und Kunstausstellung zehntausende Gäste. Und verdeutlicht vor allem eines: Die Schönheit eines Landstriches, der vor einem Atommüll-Lager bewahrt werden muss. Ein Höhepunkt der diesjährigen KLP wird der bunte …
Einmal im Jahr trifft sich die Lobby der Atomindustrie in Deutschland. Dieses Mal vom 5. bis 7. Mai in Berlin. Vor den Türen des „Estrel Convention Center“ formiert sich der Protest. Denn dahinter schwingen sie Reden vom Comeback der Atomkraft und tun so, als sei Atommüll überhaupt kein Problem.
Mit einer Petition richten sich AtomkraftgegnerInnen an die belgische Atomaufsicht und fordern: Kein Neustart der Meiler Tihange-2 und Doel-3! In beiden waren tausende Risse im Reaktorbehälter gefunden worden, die aber nicht repariert werden können.
Mit dem Nationalen Entsorgungsprogramm soll das geplante Atommüll-Lager Schacht Konrad erweitert werden. Die Bundesregierung will deutlich mehr und auch ganz anderen Atommüll einlagern, als bislang geplant. Dagegen gibt es massiven Widerstand.
Die Atomkraftwerke in Neckarwestheim, Grohnde und Gundremmingen stehen in der Kritik. Doch besonders Bayern macht es sich gerne einfach und behauptet kategorisch „Atomkraft ist sicher!“ Niedersachsens Umweltminister beteuert hingegen, er will „allen Hinweisen auf Schwachstellen sorgfältig“ nachgehen.