Die Bundesregierung will offenbar nach der Inbetriebnahme des Endlagers Schacht KONRAD mehr und auch anderen Atommüll als bislang genehmigt einlagern. Was sich abzeichnet ist „ein groß angelegter Betrug an den Menschen in der Region und eine Ohrfeige für die niedersächsische Genehmigungsbehörde“. Deshalb rufen GegnerInnen des Konrad-Projekts zu einer Protestaktion am …
Im November 2014 mussten 12 Störfälle, Vorkommnisse oder Abweichungen vom regulären Betrieb in Atomanlagen verzeichnet werden. Davon betroffen sind auch sieben deutsche Anlagen. Seit Jahresbeginn summieren sich die Störungen in Deutschland damit auf 68, davon 51 meldepflichtige.
AtomkraftgegnerInnen forderten am vergangenen Wochenende mit einer Abschlusserklärung der internationalen Konferenz den Stopp von Uranabbau und -transporten, die weltweit den Betrieb der Atomindustrie sicherstellen. Mit Aktionen in Lingen und Gronau wurden die Forderungen unterstrichen.
Im belgischen Atomkraftwerk Tihange ist gestern ein Transformator explodiert und hat für die Notabschaltung des Reaktors gesorgt. Erinnerungen werden wach an das niedersächsische AKW Krümmel, dass nach einem vergleichbaren Unfall letztlich nicht wieder in Betrieb genommen werden durfte.
Eigentlich sollte das „Zwischenlager Nord“ bei Greifswald dazu dienen, den Atommüll aus den DDR-Atomkraftwerken Rheinsberg und Lubmin aufzunehmen. So war es den AnwohnerInnen versprochen worden, die damals mit dem Bau gar nicht einverstanden waren. Doch nun verkommt der Standort endgültig zur Langzeitdeponie für strahlenden Schrott aller Art und Herkunft.
Bei der Urananreicherung in Deutschlands einziger Anreicherungsanlage (UAA) im westfälischen Gronau fallen große Mengen abgereichertes Uranhexafluorid (UF6) an. Was bislang als „Wertstoff“ galt wurde kürzlich von der Bundesregierung in ihrem Entwurf des „nationalen Entsorgungsplans“ zu „Atommüll“ umdeklariert. Mit dramatischen Folgen, meint Udo Buchholz, Anwohner und entschiedener Gegner der Anlage.
Tausende defekte Atommüllfässer in deutschen Zwischenlagern. Das ruft selbst die Ironisten von „extra 3“ auf den Plan. Sie kündigen an: Günter Wallraff, der „Geigerzähler unter den Investigativ-Journalisten“ will sich um das Dilemma kümmern.
AnwohnerInnen und AtomkraftgegnerInnen protestieren: Seit Monaten wird auf der sächsischen Deponie Grumbach schwach radioaktiver Schutt abgelagert, der aus dem Rückbau des niedersächsischen Atomkraftwerks Stade stammt. Jetzt gab es erneut Kontrollen, das zuständige Umweltministerium Sachsen redet die Gefahren weiter klein.
Der „Europäische Druckwasserreaktor“ (EPR) sollte Areva den ganz großen Durchbruch auf dem international umkämpften Markt um den Bau von neuen Atomkraftwerken bringen. Doch nun steht der französische Atomkonzern vor der Pleite.
Unter dem Motto „Atomstandort Lingen nicht länger tolerieren“ formiert sich derzeit der Protest gegen das Atomkraftwerk Emsland und die Brennelementefabrik Lingen. Am kommenden Wochenende findet eine Kundgebung statt.