Veranstaltungsthemen

Informiere Dich hier über unsere Veranstaltungsthemen. Du willst einen Infoabend organisieren? Dann sprich uns für nähere Informationen und zwecks Terminabsprache einfach an. Unsere Referent*innen diskutieren mit Euch über das Thema Eurer Wahl und bieten Inspirationen dazu, wie man sich als Bürger*in ein- und mitmischen kann!

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"Atomkraft: Irrweg in der Klimakrise"

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Mit ihren unkalkulierbaren Sicherheitsrisiken und dauerhaften Folgen für Mensch und Umwelt zählt Atomkraft zu den größten Irrtümern der Menschheitsgeschichte. Global betrachtet ist sie auf dem Rückzug, doch nach wie vor gibt es Staaten, die den Erhalt der Hochrisiko-technologie fördern, und Stimmen, die ihren Ausbau vehement propagieren – häufig unter dem Vorwand des Klimaschutzes. Im Zuge der Klimakrise ist eine neue Debatte über Atomkraft entfacht, die von Desinformation geprägt ist und vor allem Menschen verunsichert, die bislang wenig Berührung mit dem Thema hatten.

Der Vortrag „Irrweg in der Klimakrise“ erläutert die Hintergründe der aktuellen Atom-Diskussion und stellt klar, dass Atomenergie im Kampf gegen den Klimawandel keine Option ist. Im Vordergrund stehen sowohl die unmittelbaren Folgen und Risiken der Nukleartechnologie, als auch die Frage, warum eine schnelle und dauerhafte Senkung der Treibhausgase mit Atomstrom nicht möglich ist, sondern – im Gegenteil – Atomkraftwerke nachhaltigem Klimaschutz sogar im Weg stehen.


"Standortsuche für ein Atommüll-Lager"

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2017 hat der Bundestag das Standortauswahlgesetz verabschiedet. Seitdem läuft die deutschlandweite Suche nach dem Atommüll-Lager für hochradioaktive Abfälle. .ausgestrahlt hat das Auswahlverfahren auf den Prüfstand gestellt und zeigt gravierende Mängel auf: darunter fehlende Mitbestimmungsrechte für Betroffene, wissenschaftliche Unschärfe, dehnbare Entscheidungskriterien und ein viel zu eng angelegter Zeitrahmen. Dieses Verfahren führt nicht zu einem geeigneten Atommüll-Lager, sondern in Konflikte mit der Bevölkerung an den potenziell betroffenen Standorten.

Der Vortrag wendet sich an die Menschen in diesen Regionen und zeigt konkrete Handlungsmöglichkeiten auf. Er beleutchtet den Suchprozess kritisch und macht dabei deutlich, warum hinter der vom Gesetzgeber versprochenen Öffentlichkeitsbeteiligung nicht mehr steckt als eine groß angelegte PR-Kampagne. Im Anschluss an den Vortrag bietet sich Gelegenheit für Fragen und Diskussion.


"Vor dem nächsten Super-GAU. Atompolitik in Deutschland nach Fukushima"

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Auch neun Jahre nach dem Ausstiegs-Beschluss ist Deutschland zweitgrößter Atomstrom-Produzent der EU: Sechs Reaktoren sind noch am Netz, werden immer älter und störanfälliger. Gleichzeitig stehlen sich die Stromkonzerne aus der Verantwortung für die Folgekosten der Atomkraft.

Der etwa einstündige Vortrag beleuchtet die aktuellen atompolitischen Debatten und fragt: Was haben wir wirklich aus Fukushima gelernt? Jochen Stay macht Mut zur Einmischung und zeigt, was der/die Einzelne tun kann, um der Atomwirtschaft die Stirn zu bieten. Nach dem Vortrag besteht die Gelegenheit zur Diskussion.


"Europa ohne Atom: Euratom abschaffen"

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Viel hat sich seit ihrer Gründung bei der EU verändert. Verträge, Institutionen, Gremien wurden geschaffen, reformiert, wieder durch modernere ersetzt. Doch ein Vertrag blieb seit über 60 Jahren bis heute inhaltlich unangetastet, der Euratom-Vertrag. Er regelt die Zusammenarbeit der EU-Staaten im Bereich Atomkraft und macht die einseitige Förderung von Atomkraft in den Mitgliedsstaaten rechtlich möglich. AKW-Neubauprojekte wie Hinkley Point in Großbritannien werden dadurch für die Betreiber wieder rentabel. Gemeinsame Forschungsprojekte treiben die Entwicklung der sogenannten „Generation IV“-Reaktoren voran. Selbst Staaten wie Österreich, die der Atomkraft schon seit 40 Jahren kritisch gegenüberstehen, sind vertraglich zur Einzahlung in den Euratom-Haushalt verpflichtet.

Der Vortrag befasst sich mit Struktur und Aufbau, sowie den praktischen Auswirkungen des Vertrages und stellt die Frage nach einer nötigen Reform.


"AKW-Abriss: Atommüll in der Abfalltonne?"

AKW Abriss

Was im ersten Moment nach einem Anlass zum Feiern klingt, ist für Bürgerinnen und Bürger ein Grund, aktiv zu werden. Denn: Gehen die Betreiber beim Abriss der Atomanlagen wie geplant vor, landen Tausende Tonnen schwach radioaktiven Materials buchstäblich in der Mülltonne. Atomschutt wird recycelt, auf Deponien verscharrt und in Müllöfen verbrannt.

Damit steigt die Strahlenbelastung nicht allein an den AKW-Standorten, sondern im ganzen Land – die Bevölkerung bezahlt die billige „Atommüll-Entsorgung“ mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko.

Vortrag und Diskussion mit Angela Wolff, Campaignerin bei .ausgestrahlt. Als Verfasserin von Artikeln und Infotexten zum Thema sowie der Broschüre „AKW-Abriss – versteckt, verteilt, verharmlost“ leistet sie Aufklärungsarbeit, mischt sich aktiv in die Debatte ein und steht im Austausch mit Aktivist*innen deutschlandweit.


„Fässer ohne Boden. Sechs AKW am Netz – Atommüllfragen ungeklärt"

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Ein Beschluss allein macht noch keinen "Atomausstieg"! Erst Ende 2022 – so der Plan – will die Bundesregierung das letzte AKW abschalten. Deutschland ist weiterhin zweitgrößter Atomstrom-Produzent in der EU. Täglich wächst der Atommüll-Berg und niemand weiß, wohin mit dem gefährlichen Erbe. Bislang sind alle Atommüll-Lager-Projekte in Deutschland gescheitert und die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle wirft ebenfalls Sicherheitsprobleme auf. Das Problem drängt. Doch das 2017 gestartete Standortauswahlverfahren für ein langfristig geeignetes Atommüll-Lager hat gravierende Mängel – auf Kosten der Sicherheit und um den Preis erbitterter Konflikte zwischen Staat und betroffener Bevölkerung.

Vortrag und Diskussion mit Jochen Stay. Der .ausgestrahlt-Sprecher arbeitet seit über 30 Jahren engagiert zum Thema Atomtransporte und Atommüll-Lagerung. Er ermutigt Menschen, sich aktiv in die Atommüll-Debatte einzumischen.