Anti-Atom-Außenpolitik
Die Bundesregierung muss sich auf europäischer und internationaler Ebene aktiver für den Atomausstieg einsetzen und dazu Bündnisse mit anderen atomkritischen Ländern schließen. Interview mit Patricia Lorenz (u.a. Global 2000)
Die Bundesregierung muss sich auf europäischer und internationaler Ebene aktiver für den Atomausstieg einsetzen und dazu Bündnisse mit anderen atomkritischen Ländern schließen. Interview mit Patricia Lorenz (u.a. Global 2000)
Die noch laufenden Atomkraftwerke müssen sofort abgeschaltet werden, nicht erst Ende 2022. Einen Sicherheitsrabatt zum Ende der Laufzeit darf es nicht geben.
In Kürze beginnen die im letzten Jahr verschobenen olympischen und paralympischen Sommerspiele in Japan. Nicht weit vom havarierten Atomkraftwerk Fukushima finden Wettkämpfe statt. Die Ärzt*innenorganisation IPPNW warnt vor der Verharmlosung der radioaktiven Gefahr.
Die Situation um das Hochwasser im Westen Deutschlands und den angrenzenden Ländern ist dramatisch. Auch Atomkraftwerke sind betroffen. Die Lage im belgischen Tihange sei „stabil“, die Atomaufsicht sprach aber von „erhöhter Wachsamkeit“. Experten warnen schon lange, dass einige AKW-Standorte durch die Auswirkungen des Klimawandels „langfristig in Schwierigkeiten geraten“.
Anlässlich der Präsentation des JRC-Berichts der EU-Kommission vor dem ITRE-Aussschuss des EU-Parlaments am 15. Juli legen wir hier die Kritik von Günter Wippel am JRC-Bericht ausführlich dar.
1985 und 1988 trugen Anti-Atom-Aktivist*innen große Kreuze aus Holz bis nach Gorleben. Start des ersten „Kreuzwegs für die Schöpfung“ war damals das Atomkraftwerk Krümmel, der zweite begann an der geplanten Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf (Bayern). Alle drei Standorte sind heute Geschichte. Anfang Juli beginnt ein weiterer „Kreuzweg“, der 30 Etappen lang …
Die Meldung von einer „bevorstehenden radiologischen Bedrohung“ in einem chinesischen Reaktor ließ international aufhorchen. Während die USA warnte, beschwichtigte China. Gab es einen schweren Störfall in dem Europäischen Druckwasserreaktor, der erst 2018 in Betrieb genommen wurde?
Weil sich Transportprobleme nicht lösen lassen, haben Deutschland und Frankreich Atommüll getauscht. Das reduziert die Anzahl an nötigen Atommüll-Fuhren durch Deutschland auf eine einzige – erhöht aber das Risikopotential erheblich. Möglich wurde dieser Deal durch eine kurzfristige, intransparente Gesetzesänderung.
Rund 80 Initiativen und Verbände aus mehreren europäischen Ländern fordern mit einer trinationalen Resolution, das Brennelementewerk in Lingen zu schließen und den deutschen Atomausstieg anzuerkennen.
Marie Weigenand, Jahrgang 1986, engagiert sich in der Bürgerinitiative „Lübeck ohne Atomschutt“ gegen die Deponierung von radioaktivem AKW-Abrissmaterial – und für eine Diskussion darüber, wie es langfristig sicher gelagert werden kann.