2.150 Störfälle
Ein Blick zurück und einer nach Vorne: Der „Störfall-Kalender“ verdeutlicht die Vielzahl der unkalkulierbaren Pannen in Atomanlagen, die seit Beginn des Atomzeitalters zur Tagesordnung gehören.
Ein Blick zurück und einer nach Vorne: Der „Störfall-Kalender“ verdeutlicht die Vielzahl der unkalkulierbaren Pannen in Atomanlagen, die seit Beginn des Atomzeitalters zur Tagesordnung gehören.
Wegen möglicher Verunreinigung und unerlaubten Umgangs mit radioaktiven Stoffen im Zusammenhang mit dem Brand am 6. Dezember haben Atomkraftgegner*innen den Betreiber in der Brennelementefabrik Lingen angezeigt. Die Staatsanwaltschaft soll nun die Aufklärung der Ereignisse vorantreiben.
Aktivist*innen der Initiative „Don’t nuke the climate“ haben Mitte letzter Woche im polnischen Katowice mehrere tausend Unterschriften an die deutsche Bundesumweltministerin Svenja Schulze überreicht. Schulze versprach, keine atomfreundlichen Statements auf dem COP zu unterstützen.
Während der Erörterung der Kritik zum geplanten Abriss des AKW Krümmel, die in den vergangenen Tagen stattfand, wurden auch neue Atommüll-Pläne des Betreibers Vattenfall bekannt.
„Heimlich“ wurde Abrissmaterial aus dem Atomkraftwerk Obrigheim auf eine Deponie gebracht. Atomkraftgegner*innen üben heftige Kritik an diesem „Freimess-Verfahren“ und warnen vor langfristigen Risiken. Aktuelle Meßwerte aus Mecklenburg-Vorpommern bestätigen das.
Aus Protest gegen die Einleitung von Abwässern aus dem Atomkraftwerk Brunsbüttel haben Aktivist*innen tausende Unterschriften gesammelt.
Zu einem Großeinsatz hat Ende vergangener Woche ein Feuer in der umstrittenen Brennelementefabrik Lingen geführt. Über 370 Anti-Atom-Organisationen und Verbände fordern die sofortige Stilllegung der Anlage.
Vor wenigen Tagen erreichte der letzte Castortransport das Atomkraftwerk Krümmel. Anders als noch 2003 blieb dieser Atomtransport von der Öffentlichkeit nahezu unbeachtet. Er war nämlich leer. Doch in den kommenden Tagen geht es in Krümmel um viel mehr.
Medial aufgebauscht startet das Gastgeberland der UN-Klimakonferenz, die zwischen dem 3. und 14. Dezember im polnischen Katowice stattfindet, einen nächsten Anlauf für ein Atomprogramm. Das letzte war gescheitert, die Ruine des ersten AKW steht heute noch.
Eon stellt sich gern als „Kernpartner“ beim Projekt Energiewende dar. Doch die Wahrheit ist: Der Konzernchef der Atomsparte hält unverhohlene Plädoyers für seine Risikotechnik. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde kürzlich ein Dienstleistungsvertrag mit dem Betreiber von vier neuen Reaktoren unterzeichnet.