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Politisches Bündnis fordert Bündnis90/Die Grünen auf, schwarz-gelben Atomfahrplan abzulehnen
Umweltverbände und Anti-Atom-Initiativen haben die Delegierten von Bündnis90/Die Grünen in einem Offenen Brief aufgerufen, bei ihrem Sonderparteitag am kommenden Wochenende den Atomfahrplan der Bundesregierung abzulehnen. Einem Gesetz, das den Ausstieg aus der Atomenergie bis 2022 hinauszögere und ihn nicht unumkehrbar mache, dürfe „kein grüner Segen“ erteilt werden.
„Grüne tappen in Falle, wenn sie dem Atomgesetz zustimmen“
Wenn die Grünen für den schwarz-gelben Atomkurs stimmen, um nicht als Dagegen-Partei dazustehen, tappen sie in eine Falle. Verwantwortungsvoll würden sie handeln mit einer Forderung nach einem schellerem Atomausstieg.
Grünes „Ja“ zum AKW-Betrieb bis 2022 kostet der Partei die Glaubwürdigkeit
Ein überparteilicher Konsens für eine Verlängerung des Atomkraft-Risikos über weitere elf Jahre wird sich auch bei einer zukünftigen grünen Regierungsbeteiligung nur noch sehr schwer revidieren lassen. Sagen die Grünen jetzt `Nein` dazu, dann können sie in den nächsten Wahlkampf mit der klaren Aussage ziehen, dass sie für einen wirklichen Ausstieg sorgen werden.
„Halber Ausstieg“
Ohne Massenproteste während Moratorium hätte es keine Stilllegung von sieben bis acht AKW gegeben. Doch wir Atomkraftgegner werden unser Engagement noch nicht beenden. Denn die Atompolitik der Bundesregierung führt nicht zum schnellstmöglichen Ausstieg, sondern zu einer langandauernden Fortsetzung der Gefahren.
Weiterbetrieb von neun AKW ist kein Ausstieg
Die Kanzlerin hatte zugesagt, schnellstmöglich aus der Atomkraft auszusteigen. Herausgekommen ist ein Energiekonzept, dass die Möglichkeiten für einen schnelleren Umstieg auf Erneuerbare Energien nicht ausschöpft und viel zu lange auf die gefährlichen Reaktoren setzt.
Atomkraftgegner: Beide Reaktoren in Gundremmingen gleichzeitig stilllegen!
In Gundremmingen stehen zwei Siedewasserreaktoren mit fataler Ähnlichkeit zum Katastrophen-AKW in Fukushima. Alle anderen Siedewasserreaktoren in Deutschland werden jetzt aus guten Gründen stillgelegt.
Verhalten der Stromkonzerne unerträglich
Eon und RWE wollen klagen, Vattenfall will Schadenersatz. Diese Stromkonzerne haben die Bevölkerung jahrelang einem gigantischen Risiko ausgesetzt und damit Milliarden verdient – und wollen noch einmal kassieren, wenn Atomkraftwerke endlich stillgelegt werden. Das kann nicht sein!
Atom-Konflikt nicht befriedet
Der gesellschaftliche Konflikt um die Atomenergie ist mit dem Weiterbetrieb von Atomkraftwerken bis 2022 nicht befriedet. Die Anti-AKW-Bewegung wird sich im Sinne der Mehrheit der Bevölkerung weiter aktiv dafür einsetzen, dass die gefährlichen Reaktoren schneller vom Netz gehen.
Atomkraftgegner fordern grünes „Nein“ zu Merkels Atompolitik
Merkels schiefe Treppe
Merkels Treppe zum Atomausstieg hat eine gewaltige Schieflage nach hinten. Der Stufenplan bezieht sich nur auf drei von neun Kraftwerken. Die nächste Stilllegung ist erst 2015 geplant.