100% Atomstromtarif für Deutschland – „Made in Switzerland“
Das Unternehmen „Maxenergy“ aus Augsburg hat seit kurzem einen merkwürdigen Stromtarif im Angebot. Das Versprechen: „100% zertifizierter Atomstrom“.
Das Unternehmen „Maxenergy“ aus Augsburg hat seit kurzem einen merkwürdigen Stromtarif im Angebot. Das Versprechen: „100% zertifizierter Atomstrom“.
Wie sicher sind die niedersächsischen Atomkraftwerke? Mit einer Fachtagung in Hameln wollten Experten diese Frage gestern klären. AtomkraftgegnerInnen fordern: Das für das Treffen mit ausschlaggebende Atomkraftwerk Grohnde muss sofort stillgelegt werden.
Dass vor allem in Süddeutschland Wildpilze, Waldbeeren und Wildfleisch noch teilweise gefährlich hoch mit radioaktivem Cäsium belastet sind, belegen Untersuchungen des Umweltinstitut München. Fast 30 Jahre lang sammelt das Institut seit dem GAU von Tschernobyl Messergebnisse und stellt nun eine interaktive Landkarte zur Verfügung.
Im bayerischen Gundremmingen stehen die letzten Siedewasserreaktoren, die seit dem Beginn der Atomkatastrophe von Fukushima noch in Betrieb sein dürfen. Die Brennelementelagerbecken sind fast voll. Möglicherweise droht deshalb ein Betriebsstopp.
Manche loben Eon dafür, dass sich der Konzern anscheinend vom Atom- und Kohlegeschäft verabschiedet und in Zukunft auf Erneuerbare Energien setzen will. Doch was wirklich hinter der Aufspaltung in zwei Unternehmen steht, wird dabei übersehen: Die Ausgliederung der Atomstrom- und Kohlestrom-Produktion unter neuem Namen führt ja nicht dazu, dass Eon-KundInnen …
Horst Seehofer, Ministerpräsident des Landes mit der höchsten Abhängigkeit zur Atomkraft ist weiter auf Crashkurs mit dem Atomausstieg. Bei einem Besuch in China unterzeichnete er kürzlich eine Absichtserklärung für die Zusammenarbeit im Bereich der Öko-Energie als auch der Atomkraft.
Deutschland ist kein Einzelfall: Der schwedische Staatskonzern Vattenfall hat alle Pläne zum Ausbau der Atomenergie in Schweden auf Eis gelegt. Das Land will den Atomausstieg.
Die Bundesregierung will offenbar nach der Inbetriebnahme des Endlagers Schacht KONRAD mehr und auch anderen Atommüll als bislang genehmigt einlagern. Was sich abzeichnet ist „ein groß angelegter Betrug an den Menschen in der Region und eine Ohrfeige für die niedersächsische Genehmigungsbehörde“. Deshalb rufen GegnerInnen des Konrad-Projekts zu einer Protestaktion am …
Im November 2014 mussten 12 Störfälle, Vorkommnisse oder Abweichungen vom regulären Betrieb in Atomanlagen verzeichnet werden. Davon betroffen sind auch sieben deutsche Anlagen. Seit Jahresbeginn summieren sich die Störungen in Deutschland damit auf 68, davon 51 meldepflichtige.
AtomkraftgegnerInnen forderten am vergangenen Wochenende mit einer Abschlusserklärung der internationalen Konferenz den Stopp von Uranabbau und -transporten, die weltweit den Betrieb der Atomindustrie sicherstellen. Mit Aktionen in Lingen und Gronau wurden die Forderungen unterstrichen.