Der Atom-Klüngel
Wie ein kleines deutsches Pro-Atom-Netzwerk die Öffentlichkeit in der Klimadebatte an der Nase herumführt und sich ganz nebenbei mit den Klimaleugner*innen der AfD verbündet
Wie ein kleines deutsches Pro-Atom-Netzwerk die Öffentlichkeit in der Klimadebatte an der Nase herumführt und sich ganz nebenbei mit den Klimaleugner*innen der AfD verbündet
Anlässlich des 34. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl hat das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag des Öko-Energieanbieters Greenpeace Energy die Folgekosten des GAUs allein für Deutschland berechnet.
Das Risiko eines Super-GAUs in einem deutschen AKW ist alles andere als vom Tisch – die Anlagen sind alt, unerwartete Phänomene und Ausfälle häufen sich
Einen nächsten juristischen Schritt sind jetzt Atomkraftgegner*innen aus dem Münsterland gegangen: Weil die Bundesregierung den Export von deutschem Brennstoff an grenznahe marode Meiler nicht unterbindet, legten sie nun offiziellen Widerspruch dagegen ein.
Ein Satz unserer derzeitigen Bundeskanzlerin sorgte vor 25 Jahren für große Empörung unter Atomkraftgegner*innen. Damals stand der erste Castor-Transport ins Zwischenlager Gorleben an.
Deutschland hat seit Kurzem ein weiteres Atommüll-Zwischenlager: Am AKW-Standort Philippsburg wurde das „Reststoffbearbeitungszentrum“ (RBZ) in Betrieb genommen. Die Vorsätze waren schon mal schlechter.
Anstatt es zur allgemeinen Risikominimierung vom Netz zu lassen, wurde das älteste Atomkraftwerk Frankreichs nach einem Störfall-Stillstand zügig wieder angefahren.
Das Risiko nach einem Super-GAU ist nie vorbei - zumindest nach realistischer, menschlicher Zeitrechnung. Das zeigt sich jetzt in Tschernobyl, wo unkontrollierte Waldbrände herrschen. In Fukushima wurde eine „kollektive Bestrahlung“ vermutlich um ein Jahr verschoben.
Mit der Auflage der „Vermummung“ wurde am Montag in Gronau gegen den erneuten Abtransport von Uranmüll aus der dortigen Anreicherungsanlage protestiert. Dass der Betreiber trotz der Corona-Pandemie auf die Abfuhr besteht, ist „unverantwortlich“, sagen Atomkraftgegner*innen.
„Alles soll raus“, heißt es seit mehr als zehn Jahren. Doch aus dem havarierten Atommülllager Asse-2 bei Wolfenbüttel ist bisher kein einziges Faß mit schwach- oder mittelaktivem Abfall geborgen worden. Das wird auch noch eine Weile so bleiben, bekräftigt jetzt der Betreiber.