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Schröder will Änderung in der Atompolitik
AtomkraftgegnerInnen haben mit Empörung auf die Ankündigung von Bundeskanzler Gerhard Schröder reagiert, im Falle einer Fortsetzung der rot-grünen Koalition Änderungen in der Atompolitik vornehmen zu wollen. In einem Artikel im Internetangebot der FAZ wird eine Aussage Schröders von der Sitzung des rot-grünen Koalitionsausschusses am 30.06. wiedergegeben. Dort heißt es:
Leben und Gesundheit von Millionen sind eine denkbar untaugliche Verhandlungsmasse
CDU/CSU haben in einem atompolitischen Positionspapier angedacht, nach einer gewonnenen Bundestagswahl mit den Stromkonzernen über Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken zu verhandeln und dabei Gegenleistungen wie beispielsweise die Förderung Erneuerbarer Energien zu verlangen. Dazu erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation „X-tausendmal quer“:
AKWs jetzt abschalten statt neu bauen
Zu den Äußerungen des niedersächsischen Wirtschaftsministers Walter Hirche
(FDP) und des parlamentarischen Geschäftsführers der CDU-Fraktion im
sächsischen Landtag, Heinz Lehmann, die öffentlich über den Neubau von
Atomkraftwerken in der Bundesrepublik nachdenken, erklärt Jochen Stay,
Sprecher der Anti-Atom-Kampagne „X-tausendmal quer“:
„Regierung und Opposition gehen atompolitisch beide den falschen Weg“
Zum heute vor dem Jahreskongress des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft
(VDEW) in Berlin ausgetragenen energiepolitischen Disput zwischen Bundesumweltminister Jürgen Trittin und der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Kampagne „X-tausendmal quer“:
Atomkraftgegner fordern: Nicht nur Transporte, sondern auch die gefährliche Wiederaufarbeitung stoppen
Nach dem von Bundesumweltminister Trittin verkündeten Ende der Atommülltransporte in die Wiederaufarbeitungsanlagen (WAA) Sellafield und La Hague fordern AtomkraftgegnerInnen, die bereits angelieferten Brennelemente aus deutschen Reaktoren nicht mehr zu verarbeiten.
RWE und E.on können sicheren Reaktorbetrieb nicht gewährleisten
Eine grobe Täuschung der Öffentlichkeit wirft die bundesweite Anti-Atom-Organisation „X-tausendmal quer“ den Energiekonzernen RWE und E.on vor. Beide Unternehmen hatten sich in den letzten Tagen für eine Verlängerung der Laufzeit ihrer Atomkraftwerke ausgesprochen, sollte es im Herbst zu einem Regierungswechsel kommen. Möglich wäre dies aufgrund der Sicherheit der Anlagen, behaupten Manager beider Firmen.
Atomkraftgegner starten politische Offensive für einen schnellen Atomausstieg
Die bundesweite Anti-Atom-Organisation „X-tausendmal quer“ startet heute eine politische Offensive, um im Umfeld der vorgezogenen Bundestagswahlen den Druck in Richtung auf einen schnelleren Atomausstieg zu erhöhen.