„Da steckt natürlich Interesse dahinter“
Michael Ehnert, 49, hat die Urantransporte über den Hamburger Hafen, ihre Gefahren und die Proteste dagegen massentauglich ins Fernsehen gebracht – mit einem Drehbuch für die Krimiserie „Notruf Hafenkante“
Michael Ehnert, 49, hat die Urantransporte über den Hamburger Hafen, ihre Gefahren und die Proteste dagegen massentauglich ins Fernsehen gebracht – mit einem Drehbuch für die Krimiserie „Notruf Hafenkante“
Atommüll-Experte Wolfgang Neumann über kritische Wissenschaft, über Misserfolge, die sich ins Gegenteil verkehren, über Nachwuchsprobleme und über den Grat zwischen Opposition und Verbesserung
Mit dem Standortauswahlgesetz in der Tasche sucht der Staat deutschlandweit nach einer Lagerstätte für den bis Ende 2022 anfallenden hochradioaktiven Atommüll. Alles streng wissenschaftlich, transparent, fair und sogar partizipativ. Von wegen.
Das Störfall-AKW Fessenheim soll Ende des Jahres endlich abgeschaltet werden. Alle anderen Meiler in Frankreich sollen noch mindestens 20 Jahre in Betrieb bleiben. Ein Spiel mit dem Feuer: Im grenznahen Atomkraftwerk Cattenom hat es vor wenigen Tagen eine Notabschaltung gegeben.
Gastbeitrag | Deutschlands letzter Siedewasserreaktor, der Block C in Gundremmingen, hat laut Betriebsbericht des AKW vom 16. Januar 2018 Reststrommengen übertragen bekommen. Damit wird der Betrieb, der nach 32 Jahren Regellaufzeit eigentlich etwa vor einem Jahr am 18. Januar 2017 beendet werden sollte, erneut verlängert. Hinter der Übertragung von 30 …
Erfolgreich hat die Stadt Ahaus verhindert, dass 152 Atommüll-Behälter im dortigen Zwischenlager angeliefert werden dürfen. Allerdings hat sich die USA bereiterklärt, einem illegalen Export zuzustimmen. Ein weiteres Kapitel im deutschen Atommüll-Chaos.
„Kein Problem“ war noch Mitte vergangenen Jahres der Tenor in Schweden, wenn es um eine Lösung für die langfristige Lagerung der hochradioaktiven Hinterlassenschaften ging. Nun hat das zuständige Umweltgericht die Pläne als „nicht genehmigungsfähig“ abgewiesen. Eine Entscheidung mit großer Tragweite.
Österreich will gerichtlich dagegen vorgehen, dass Atomkraft in Europa als „nachhaltige Form der Energieerzeugung“ unterstützt werden darf. Staatliche Finanzbeihilfen für den Bau eines Atomkraftwerks seien „das absolut falsche Signal“.
Die internationale Atomindustrie ist weiter auf Talfahrt. Es findet ein „Ausverkauf“ statt, denn die Geschäfte laufen längst nicht mehr rentabel. Belgien prüft hingegen die Kosten für den Neubau eines AKW.
Seit Jahresanfang hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) die Verantwortung für das marode Atommülllager Morsleben in Sachsen-Anhalt übernommen. Dort lagern tausende Fässer mit radioaktivem Müll in einem Bergwerk, das derzeit wegen Einsturzgefahr verfüllt wird. In der ersten Stellungnahme der BGE heißt es nun: Der Atommüll sei „radiologisch nicht nachweisbar“.