Zwischenfälle in norddeutschen Atomkraftwerken
Vergangene Woche wurden Abweichungen im Betriebsablauf aus zwei norddeutschen Atomkraftwerken gemeldet. Der Neustart des Meilers in Grohnde wurde zudem auf Mitte August verschoben.
Vergangene Woche wurden Abweichungen im Betriebsablauf aus zwei norddeutschen Atomkraftwerken gemeldet. Der Neustart des Meilers in Grohnde wurde zudem auf Mitte August verschoben.
Seit Samstag ist das Atomkraftwerk Grohnde wegen einer Leckage unplanmäßig vom Netz. Niedersachsens Umweltminister fordert unterdessen, dass die alten Meiler früher als gesetzlich vereinbart abgeschaltet werden.
15 Castor-Behälter aus dem AKW Obrigheim sollen über den Neckar verschifft werden. Dass beim Verladen auf ein Binnenschiff-Ponton auch etwas schief gehen kann, beweist ein Vorfall aus dem Jahr 2012.
Erdbeben sind die größte Gefahr für eine Kernschmelze in Schweizer Atomkraftwerken. Doch die Atomaufsicht gewährt den Betreibern weiter Aufschub bei wichtigen Sicherheits-Nachweisen.
Im norddeutschen Atomkraftwerk Brokdorf und im bayerischen AKW Gundremmingen hat es in den vergangenen Tagen gebrannt. Die Betreiber geben in beiden Fällen Entwarnung: Es habe keine Gefahr bestanden.
Nach derzeitigen Plänen soll der Atomreaktor „BER-II“ in Berlin noch bis Ende 2019 weiterbetrieben werden. AtomkraftgegnerInnen protestieren: Es gibt keinen ausreichenden Schutz gegen Einwirkungen von Außen.
Die besonders pannenträchtigen Meiler Fessenheim (Frankreich) und Tihange-2 (Belgien) wurden unplanmäßig abgeschaltet: In den vergangenen Tagen mussten wieder zahlreiche Störungen in Atomkraftwerken dokumentiert werden.
Der Stillstand im niedersächsischen Atomkraftwerk Grohnde ist nochmal verlängert worden. Betreiber Eon kündigt das Wiederanfahren nun für den 13. Juni an, weil die Arbeiten an der beschädigten Nachkühlpumpe noch nicht abgeschlossen sind. Unterdessen will der Kreis Herford Jodtabletten als Vorkehrung gegen einen schweren Atomunfall verteilen.
Weil der Bund seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, hat Nordrhein-Westfalen die Versorgung der Menschen mit Jod für die Vorsorge gegen Krebs nach einer Reaktorkatastrophe selbst in die Hand genommen. Doch weder ist die Verteilung geklärt, noch gibt es eine Antwort darauf, ob diese Massnahme tatsächlich helfen kann.
Der unplanmäßige Stilllstand im niedersächsischen Atomkraftwerk Grohnde dauert weiter an. AtomkraftgegnerInnen wollen nun die Forderung unterstreichen, dass der Meiler nicht wieder ans Netz gehen darf.