Fukushima: Radioaktive Hotspots gefunden
Sieben Jahre nach Beginn der Reaktorkatastrophe von Fukushima haben Wissenschaftler alarmierende Funde gemacht. Der Betreiber glänzt hingegen mit Lobbyarbeit und will die Havarie ins Museum verbannen.
Sieben Jahre nach Beginn der Reaktorkatastrophe von Fukushima haben Wissenschaftler alarmierende Funde gemacht. Der Betreiber glänzt hingegen mit Lobbyarbeit und will die Havarie ins Museum verbannen.
„Konrad wird fertiggestellt“, ist sich Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) sicher. Atomkraftgegner*innen unterstellen ihm eine „Rolle rückwärts in die 80er“ und laden zu einer bunten Protestaktion gegen die Atommüllpläne ein.
Nachdem die Atomexporte von AKW-Brennstoff aus Deutschland in alle Welt heftig unter öffentlichen Druck geraten sind, hat Framatome, Betreiberin der Brennelementefabrik in Lingen, Behörden und Politik rechtliche Schritte angedroht.
Es wird ernst: Der Betreiber des Forschungsreaktors in Garching hat bestätigt, dass im kommenden Jahr hochradioaktiver Atommüll von dort in das 700km entfernte Zwischenlager Ahaus rollen soll. Auch in Jülich macht man sich offenbar transportbereit.
Die Dauerhitze hatte Deutschland fest im Griff. Wegen der hohen Wassertemperaturen in den Flüssen sterben massenweise Fische. Die Atomkraftwerke dürfen dennoch warmes Kühlwasser einleiten. Atomkraftgegner*innen machen auf dieses und weitere mögliche Probleme durch die Hitze auch in Atommüll-Lagern aufmerksam.
Es gibt viele gute Argumente dafür, norddeutsche Atomkraftwerke schneller als geplant abzuschalten. Doch die Unions-Fraktion zog bei der Änderung des Atomgesetzes nicht mit. Das zeigt: CDU/CSU sind im Kern immer noch Pro-Atom-Parteien.
Die Standortsuche läuft kaum ein Jahr und bereits jetzt ist klar: Das Verfahren hat ein massives Transparenzproblem. Doch nicht nur die interessierte Öffentlichkeit tappt im Dunkeln, auch den beteiligten Behörden fehlt der Durchblick
Für die Anti-Atom-Bewegung war und ist es schwierig zu definieren, was ein "Erfolg" ist. Beispiel "Netzverstopfer"-Kampagne: Zwar konnten wir unsere Forderung nach einem Verbot der Übertragung von Reststrommengen (noch) nicht durchsetzen, aber die Sensibilität für das Thema ist deutlich gestiegen. In unserem neuen Magazin benennen wir ein weiteres "heißes Eisen": …
Liam Harrold, 23, studiert in Hannover Geschichte und Philosophie. Atomkraft aber ist für ihn noch lange nicht Geschichte. Deshalb will er den Austausch zwischen älteren und jüngeren Atomkraftgegner*innen und den Neueinstieg insbesondere jüngerer Menschen in die Atom-Debatte fördern
Während große Kraftwerke wegen immer weiter steigender Kühlwassertemperaturen ihre Leistung drosseln müssen, profitieren von dem fast durchgängig sonnigen Wetter seit April vor allem die vielen Photovoltaikanlagen und stellen Rekorde auf.