Neckar castorfrei - Castor-Gegner*innen demonstrieren in Heilbronn
Bunt und laut demonstrierten am 4. März mehr als 750 Menschen in Heilbronn gegen die geplanten Castor-Transporte auf dem Neckar. Ein gelungener Auftakt der Proteste.
Bunt und laut demonstrierten am 4. März mehr als 750 Menschen in Heilbronn gegen die geplanten Castor-Transporte auf dem Neckar. Ein gelungener Auftakt der Proteste.
Peking will den Bau Dutzender neuer Reaktoren durchdrücken – doch örtliche Proteste haben schon mehrere Atomprojekte gekippt.
Gute, schlechte und absurde Fakten zum Deal zwischen Bundesregierung und Atomkonzernen zu den Atom-Folge-Kosten, zum Verfassungsgerichtsurteil zum Atomgesetz und zum Wegfall der Brennelemente-Steuer
Anfang Februar hat das baden-württembergische Umweltministerium die erste Stilllegungs- und Abbaugenehmigung für das AKW Neckarwestheim Block 1 erteilt. Atomkraftgegner*innen halten das für eine „grobe Fehlentscheidung“.
Das AKW-Projekt Belene, mitten im Erdbebengebiet, ist schon dreimal gescheitert. Aber Totgesagte leben manchmal länger.
Einmal quer durch die Republik – regelmäßig fahren Züge mit atomarer Fracht von Kiel nach Trier. Am kommenden Wochenende machen Atomkraftgegner*innen mit einem "Streckenaktionstag" darauf aufmerksam. Ihre Reise führt in Regionalzügen über Hamburg, Bremen, Osnabrück, Münster, Hagen, Köln, Bonn, Koblenz und Trier. Es ist möglich unterwegs zuzusteigen.
Zweimal hat es in wenigen Tagen im grenznahen, französischen Atomkraftwerk Cattenom gebrannt. Kontrolleure fanden in zwei Räumen „Pfützen“ mit unbekannten Inhalten und Warnschilder vor hoher Strahlung. Kritiker*innen sprechen von „besorgniserregenden Zuständen“ im Kraftwerk.
In im Süden laufen Atomkraftgegner*innen zur Zeit Sturm gegen die Wiederinbetriebnahme des schweizer Atomkraftwerk Leibstadt. Trotz nicht geklärter Korrosionsprobleme im Reaktorkern soll das Kraftwerk wieder in Betrieb genommen werden.
Vergangene Woche meldete das niedersächische Atomkraftwerk Grohnde den Ausfall eines sicherheitsrelevanten Bauteils. Atomkraftgegner*innen kritisieren, die Atomaufsicht hätte wegen damit zusammenhängender Auswirkungen die Abschaltung anordnen müssen. Doch das Kraftwerk befindet sich weiter im Betrieb.
Der nächste Global Player im internationalen Atomgeschäft befindet sich in einer schweren Krise: Das japanisch/amerikanische Unternehmen Toshiba will künftig keine Atomkraftwerke mehr bauen, weil die finanziellen Risiken zu hoch sind.