Pressemitteilungen
56 Prozent der Bevölkerung dauert Atomausstieg zu lange
Obwohl der Atomausstieg im Wahlkampf kaum eine Rolle spielte und interessierte Kreise Angst vor den Kosten einer Energiewende schüren, will die Mehrheit das Ende der gefährlichen Atomenergie nicht am Sankt-Nimmerleins-Tag, sondern jetzt. Das hat eine repräsentative Emnid-Umfrage ergeben.
Strahlenschutzkommission plant Ausweitung der Evakuierungszonen nach Atomunfällen
Die Katastrophenschutzbehörden in Deutschland müssen demnächst um alle Atomkraftwerke herum für viermal größere Gebiete als bisher Evakuierungspläne ausarbeiten. Atomkraftwerke sind viel gefährlicher, als Behörden und AKW-Betreiber bisher behauptet haben. Das sollten vor allem die PolitikerInnen von CDU/CSU und SPD bedenken, die derzeit über die künftige Energiepolitik verhandeln.
Protest von Atomkraftgegnern vor Energie-Gesprächen der Parteien
Neun AKW sind noch in Betrieb. Jeden Tag kann es in den immer älterwerdenden AKW zum Super-GAU kommen. Bleibt es bei dem, was Merkel nach Fukushima ins Atomgesetz geschrieben hat, muss in den kommenden vier Jahren nur ein einziger Reaktor vom Netz. Wer die Energiewende voranbringen will, muss daher Atomkraftwerke abschalten – und nicht Gaskraftwerke.
Altmaier hält an Gorleben fest
Das Bundesumweltministerium hat Klage gegen die Aufhebung des Rahmenbetriebplans für Gorleben einreichen lassen. Peter Altmaier zerstört damit weiteres Vertrauen in den wirklichen Neustart der Endlagersuche - Gorleben ist weiterhin Favorit: Das Endlagersuchgesetz als Gorleben-Durchsetzungs-Gesetz!
Brennelementsteuer: Nicht abschaffen, sondern erhöhen!
Die Brennelementesteuer darf nicht, wie von der Atomindustrie gefordert, abgeschafft werden. Im Gegenteil sollte sie solange weiter erhoben werden, wie Atomkraftwerke noch in Betrieb sind. Atomkraftwerke sind schon heute unrentable, wenn alle Kosten eingepreist werden - statt Gaskraftwerke stillzulegen, müssen die AKWs nun schneller abgeschaltet werden. Die SPD muss jetzt zu ihren Wahlversprechen stehen und in den Koalitionsverhandlungen auf eine Erhöhung der Brennelementesteuer bestehen.
Fukushima zeigt: Atomenergie ist nicht beherrschbar
In Deutschland werden reihenweise Gaskraftwerke abgeschaltet, während in der nächsten Legislaturperiode nach dem Willen der Regierung nur ein AKW abgeschaltet werden soll. Dass Atomenergie nicht beherrschbar ist, zeigt erneut die Zuspitzung der Lage in Fukushima, zweieinhalb Jahre nach Beginn der Reaktorkatastrophe. Besser wäre, die AKW abzuschalten, damit sich das Desaster von Fukushima hierzulande nicht wiederholt.
Bundestag verschiebt Entscheidung über Atommüll-Kommission
Der vielbeschworene Neustart in Sachen Atommüll ist gründlich in die Hose gegangen: Auf der Bundestags-Tagesordnung für Montag und Dienstag steht die Besetzung der Kommission nicht, der Start wird sich daher um Monate verzögern. Von der Transparenz ist im Besetzungsverfahren nichts übrig geblieben. Örtliche Bürgerinitiativen vertrauen nicht darauf, dass die Politik einen wirklichen Atommüll-Konsens mit der Gesellschaft sucht. Unter den Umständen können wir noch keine Entscheidung treffen, ob wir uns als Anti-Atom-Organisation auf die Kommission einlassen können.
AKW-Betreiber beim Wort nehmen: Reaktoren stilllegen!
Atomkraftwerke sind nicht mehr länger wirtschaftlich. Diese Chance muss die Bundesregierung für einen schnelleren Ausstieg nutzen.
Regierung will Kriterien für Endlagersuche von Gorleben-Befürwortern erarbeiten lassen
Die Regierungsfraktionen berufen Wissenschaftler in die Kommission, die Gorleben für einen geeigneten Endlagerstandort halten und daher die Endlagersuche als nicht notwendig erachten.
Umweltverbände fordern mehr Bedenkzeit im Endlager-Suchprozess
In der Kommission sollen zwei von insgesamt 33 Plätzen mit Vertretern aus