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Castor-Einigung: Stromkonzerne fordern Sicherheitsrabatt
Der Atommüll-Kompromiss zwischen Bund und Ländern ist vom Goodwill der Atomwirtschaft abhängig. Nur wenn die Behörden bereit sind, Abstriche bei der Sicherheit der Zwischenlager zu machen, werden die AKW-Betreiber auf Transporte nach Gorleben verzichten. Peter Altmaier sagte neulich, noch nie seien die Bürger so intensiv bei der Erarbeitung eines Gesetzes beteiligt worden. Er meint offenbar die Bürger, die in den Vorstandsetagen der Stromkonzerne sitzen.
Endlager-Kompromiss lässt viele Fragen offen
Mit dem Vertagen des Streits um 26 Castor-Behälter wird deutlich, dass es mit dem angeblichen Konsens in Sachen Atommüll nicht weit her ist. Dabei geht es um mehr: In den deutschen Atomkraftwerken werden in den nächsten Jahren noch etwa 650 Castor-Behälter befüllt. Wenn Niedersachsen unter diesen Bedingungen dem Endlagersuchgesetz zustimmt, dann hat sich das Land über den Tisch ziehen lassen.
Endlagersuche: Dutzende Fragen ungeklärt
Zahlreiche Bedingungen der Parteien und Länder zum Endlagersuchgesetz sind bisher noch nicht erfüllt. .ausgestrahlt dokumentiert den Stand der Umsetzung der offenen Fragen und fordert die Politik auf, endlich gemeinsam mit den Betroffenen ein Verfahren zu entwickeln, wie der Konflikt gelöst werden kann.
Castor: Allgemeine Absichtserklärung reicht nicht aus
Die Landesregierungen von Schleswig-Holstein und Niedersachsen dürfen sich nicht auf eine Absichtserklärung der Stromkonzerne verlassen, die 26 aussstehenden Castor-Behälter nicht nach Gorleben zu bringen. Nur wenn die Stromkonzerne ihre Genehmigung auf Einlagerung in Gorleben zurück geben und Anträge für die anderen Zwischenlager stellen, entsteht Rechtssicherheit.
Atommüll: 40 Jahre Zwischenlagerung reichen nicht aus
Wer jetzt wie die schleswig-holsteinische Landesregierung die Zwischenlagerung auf 40 Jahre begrenzen will, ist nicht ehrlich zu den Menschen oder verhindert eine neue Endlagersuche. Das Atommüll-Dilemma ist weitaus verfahrener, als es sich viele vorstellen. Deshalb ist es falsch, in aller Eile ein schlechtes Gesetz auf den Weg zu bringen. Nötig ist stattdessen ein breitergesellschaftlicher Diskussionsprozess.
Altmaiers Bürgerforum zum Atommüll gescheitert
Bundesumweltminister Peter Altmaier sollte selbstkritisch feststellen, dass er nicht verstanden hat, wie Bürgerbeteiligung so funktioniert, dass sich die Betroffenen auch angesprochen und ernstgenommen fühlen. Aus der fehlenden Anwesenheit der Bürgerinnen und Bürger sollte aber auf keinen Fall der falsche Schluss gezogen werden, es gäbe kein Interesse an einer Diskussion über das Atommüll-Dilemma.
Altmaier will keinen ernsthaften Atommüll-Dialog
Zum "Forum Standortauswahlgesetz" sind weniger als 60 Redebeiträge gemeldet, davon eine Menge von Parteien-, Behörden- und Regierungsvertretern. Umweltverbände und Bürgerinitiativen nehmen so gut wie nicht teil. Altmaier hat nicht verstanden, dass es einen Dialog zwischen Staat und Bevölkerung braucht und dass ein Parteienkonsens nicht ausreicht.
Anti-Atom-Bewegung nicht beim Endlagerforum
Mehr als 140 Bürgerinitiativen und Umweltverbände haben öffentlich erklärt, sich am morgen in Berlin beginnenden „Forum Standortauswahlgesetz“ nicht zu beteiligen. Unter den Fernbleibenden sind Bürgerinitiativen von allen 17 Standorten, an denen in Deutschland derzeit größere Mengen hochradioaktiver Atommüll gelagert wird und alle an der Organisation der Anti-Atom-Protesten der letzten Jahre maßgeblich beteiligten Umweltverbände.
Umweltverbände fordern neues Gesetz zur Endlagersuche
Bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll in