Pressemitteilungen
„Die Atomlobby sollte sich über das Wahlergebnis nicht zu früh freuen“
Union und FDP haben die Wahl nicht wegen, sondern trotz ihrer atompolitischen Positionen gewonnen. Alle Umfragen zeigen, dass auch ein großer Teil der Wählerinnen und Wähler von Schwarz-Gelb den Ausstieg aus der Atomenergie will. Sollte sich die kommende Bundesregierung trotzdem zum Erfüllungsgehilfen der Atomlobby machen wollen, muss sie mit heftigem Widerstand rechnen.
Endlager-Debatte: Atomkraftgegner kritisieren unbelegte Äußerungen aus dem Kanzleramt
Der Kanzleramtsminister belegt eindrucksvoll, dass sich am CDU-Vorgehen zu Gorleben seit den Manipulationen der Kohl-Regierung aus dem Jahr 1983 nichts geändert hat, kritisierte Jochen Stay von .ausgestrahlt die Aussagen von Kanzleramtsminister de Maizière. De Maizière präsentiert schon ein Ergebnis, bevor die Akten überprüft wurden. Und er verschweigt erneut, dass ein Großteil der Wissenschaftler erhebliche Zweifel an der Eignung Gorlebens geäußert haben.
„Alleine schon der Respekt vor den Menschen im Wendland gebietet es, das Endlagerprojekt Gorleben sofort zu beenden“
Doch "Seit mehr als 32 Jahren werden die Menschen im Wendland belogen und betrogen. Regierungen aller Couleur haben sich von der Atomwirtschaft einspannen lassen. Es ging nie um Sicherheit, sondern immer nur um weitere Gewinne für die Stromkonzerne", erklärte Jochen Stay von .ausgestrahlt zur neu aufgeflammten Endlager-Debatte. "Dass trotzdem nie Wut und Aggression den Widerstand in Gorleben bestimmt haben, sondern immer Lebensfreude und Kreativität ist die eigentliche Leistung dieser breiten Protestbewegung."
„Atompolitische Vorschläge von Union und FDP sind nur Wahlkampftricks“
„Union und FDP versuchen mit atompolitischen Tricks und Täuschungen, die eigenen Anhänger bei der Stange zu halten", erklärte Jochen Stay von .ausgestrahlt zu den Vorschlägen aus CDU/CSU und FDP, Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken an finanzielle Leistungen der Stromkonzerne für Erneuerbare Energien und Atommüll-Entsorgung zu knüpfen. Inzwischen ist so viel Strom auf dem Markt, dass jeder nicht stillgelegter Reaktor die Erfolgsgeschichte der regenerativen Energien bremsen wird. Union- und FDP-Anhänger sollten ihrer Partei klar machen, dass sie von solchen Trick nichts halten.
Atomkraftgegner kündigen weitere Proteste an
Nach der größten Anti-Atom-Demonstration in der Bundesrepublik seit dem
„Merkel spielt in Gorleben ein falsches Spiel“
„Merkel spielt ein falsches Spiel", kritisiert Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt, die Erklärung von Bundeskanzerlin Angela Merkel, sie wolle den Salzstock Gorleben weiter als Atommüll-Endlager erkunden. "Wenn die Kanzlerin einen offensichtlich ungeeigneten Standort weiter ausbauen will, um damit zu simulieren, es gäbe eine Lösung für den Atommüll, dann bedient sie die Interessen der Atomwirtschaft, aber nicht die der Bevölkerung."
Zweiter Anti-Atom-Treck im Wendland gestartet
Heute Morgen sind aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg in einem zweiten Anti-Atom-Treck 250 Traktoren Richtung Berlin aufgebrochen. Schon seit einer Woche sind etwa 100 Traktoren in einer großen Schleife von Gorleben über die Endlagerstandorte Schacht Konrad, Asse und Morsleben auf dem Weg in die Hauptstadt zur Anti-Atom-Demo am Samstag.
„Wer nicht endlich Atomkraftwerke abschaltet, schürt den Protest"
Die Anti-Atom-Bewegung ist wieder da. Der jahrzehntelange gesellschaftliche Streit um die Atomkraft bricht auf, wenn die Reaktoren weiterlaufen. Überall in der Republik bereiten sich Atomkraftgegner auf die Großdemonstration am Samstag vor. Aus über 100 Städten werden Busse, Kurswagen und Sonderzüge in die Hauptstadt rollen.
Anti-Atom-Demonstration am 5. September wird von breitem Bündnis unterstützt
Die Veranstalter der Anti-Atom-Demonstration "Mal richtig abschalten!" erwarten tausende Teilnehmer zur Anti-Atom-Demonstration am 5.9. Ein breites Bündnis aus Umwelt- und Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften und Bürgerinitiativen ruft dau auf. Die Demonstration ist der Abschluss eines Traktor-Trecks der bäuerlichen Notgemeinschaft aus dem Wendland zum Brandenburger Tor, der am 29. August in Gorleben gestartet wurde. Insgesamt haben über 100 Organisationen den Demonstrationsaufruf unterzeichnet.
„Die Renaissance der Atomenergie ist schon vorbei, bevor sie überhaupt begonnen hat“
Die Ankündigung des französischen Atomkonzerns Areva, den Bau des weltweit ersten Europäischen Druckwasserreaktors (EPR) in Finnland einzustellen, zeigt, das Atomenergie nicht nur gefährlich, sondern auch extrem unwirtschaftlich ist. "Die seit Jahren angekündigte Renaissance der Atomenergie ist schon vorbei, bevor sie überhaupt begonnen hat. Das Prestigeprojekt EPR im finnischen Olkiluoto hat beim Hersteller Areva bisher zu Verlusten von 2,3 Milliarden Euro geführt", erklärte Jochen Stay.