Unter der Kupferplatte
Die Abschaltung der AKW steht einem zügigen Kohleausstieg nicht im Weg. Das realitätsferne Strommarktmodell aber treibt den Bedarf an kaum benötigten Reservekraftwerken unnötig in die Höhe
Die Abschaltung der AKW steht einem zügigen Kohleausstieg nicht im Weg. Das realitätsferne Strommarktmodell aber treibt den Bedarf an kaum benötigten Reservekraftwerken unnötig in die Höhe
Obwohl die Mehrheit der Bevölkerung Atomkraft ablehnt, will die Regierung die Laufzeit des einzigen AKW Sloweniens um 20 Jahre verlängern und einen zweiten Reaktor ermöglichen.
Immer mehr Mütter und Väter des Verfahrens zur Standortsuche für die dauerhafte Verwahrung von hochradioaktivem Müll äußern sich kritisch. Der Grund: Statt eines tragfähigen Konsenses gibt es nur einen schlechten Kompromiss.
In ihrem Ideenpapier zur Zukunft von Euratom schlägt die EU-Kommission vor, Atomkraft weiter zu fördern. Die Bundesregierung muss jetzt handeln und ihren Koalitionsvertrag umsetzen
Deutschland ist von Meilern umgeben, die immer älter und störungsanfälliger werden. Erst nach etlichen Verzögerungen gelang im AKW Tihange-2 in Belgien das Wiederanfahren. In der Schweiz wurde das AKW Leibstadt gleich nach dem Neustart wieder abgeschaltet.
Die Fertigstellung des Prestigereaktors EPR verzögert sich weiter, schon in der Bauphase häufen sich Mängel. Parallel nimmt die Ablehnung der Franzosen gegen die Risikotechnik zu.
Stell dir vor du hast Geburtstag - und niemand freut sich. Das schweizerische Atomkraftwerk Beznau wird in Kürze 50 Jahre alt und ist so marode wie noch nie. Selten konnte man einen runden Geburtstag so zu Recht nicht feiern wie den, meint ein bekannter Satiriker und nimmt Stellung.
Eine Studie der Schweizerischen Energie-Stiftung zeigt „klare Nachteile gegenüber neuen erneuerbaren Energien wie der Photovoltaik“ auf: Der Ausbau der Atomenergie für wirkungsvollen Klimaschutz wäre zu teuer, dauert zu lange und würde eine massive staatliche Unterstützung benötigen.
Risse im Dampferzeuger und die „Klimalüge“ von RWE: Wegen dieser beiden Anlässe werden Atomkraftgegner*innen diese Woche in Lingen gegen den Weiterbetrieb des AKW Emsland demonstrieren.
Auch wenn die Atomkraftwerke nach und nach (viel zu langsam) abgeschaltet werden, gibt es keine Lösung für den Atommüll. Deshalb wird er weiter durch die Republik, von Zwischenlagerhalle zu Zwischenlagerhalle, gefahren. Ein aktuelles Beispiel dafür ist Gorleben.