„Jeder Tag mehr kostet die Gesellschaft Geld“
Interview | Der Wirtschaftswissenschaftler Christian von Hirschhausen über die Laufzeiten von AKW, über Kohlefans, die für Atomkraft werben, und über effektiven Klimaschutz.
Interview | Der Wirtschaftswissenschaftler Christian von Hirschhausen über die Laufzeiten von AKW, über Kohlefans, die für Atomkraft werben, und über effektiven Klimaschutz.
Atomkraftgegner*innen fordern schon lange, den mit hochangereichertem Uran betriebenen Forschungsreaktor bei München stillzulegen. Nun ist der Streit eskaliert, und der Meiler ist abgeschaltet, weil es keinen Brennstoffnachschub aus Frankreich gibt.
Wochenlang herrscht in der bayerischen Kleinstadt Weißenhorn Aufregung um eine Müllverbrennungsanlage. Das .ausgestrahlt-Magazin ist daran nicht ganz unbeteiligt.
Seit einigen Monaten erleben wir, dass die Atom-Fans angesichts der Klima-Debatte Morgenluft wittern. Zwar sind Atomkraftwerke denkbar ungeeignet für den nötigen radikalen Umbau des Energiesystems. Aber das scheint die Pro-Atom-Fraktion nicht zu stören.
Atomkraftgegner*innen forderten schon vor drei Wochen nach dem Ausfall eines Notstromgenerators die Abschaltung des baden-württembergischen Meilers. Der Betreiber hat Philippsburg-2 jetzt vom Netz genommen, weil der Vorfall „vertieft technisch geprüft werden“ müsse.
Einmal im Jahr werden Atomkraftwerke abgeschaltet, um Brennstoff zu wechseln und Wartungsarbeiten durchzuführen. Dabei werden immer wieder Störfälle gemeldet - so wie die aktuellen aus den AKW Gundremmingen und Emsland. Fachleute warnen, dass Defekte mit dem Alter der Anlagen zunehmen und schwere Unfälle wahrscheinlicher werden.
Lenny ist eines der Gesichter auf den Postkarten und Plakaten der „Atomausstieg Jetzt!“-Aktion von .ausgestrahlt. Dass der 18-Jährige mitgemacht hat, ist kein Zufall. Denn die Anti-Atom-Sonne hat seine Kindheit begleitet.
Analyse | In zahlreichen Artikeln in den letzten Ausgaben dieses Magazins hat .ausgestrahlt Details der Standortsuche für ein dauerhaftes Atommüll-Lager kritisiert. Hier stellen wir noch einmal dar, worum es im großen Ganzen geht – und wie es besser gehen könnte.
Derzeit befinden sich nur noch vier Atomkraftwerke in Betrieb. Wegen ungeplanter Reparaturen wird das auch noch ein paar Tage so bleiben.
Seit einem halben Jahrhundert ist das Atomkraftwerk Beznau-1 schon in Betrieb. Sollte sich in einem der schweizerischen AKW ein großer Unfall ereignen, wären in Europa mehr als hunderttausend Strahlenopfer zu erwarten.