Die „Atom-Renaissance“ findet nicht statt
Weltweit sind die Atomträume zerstoben, die Katastrophentechnologie verliert eindeutig an Boden. Eine Bilanz für 2014.
Weltweit sind die Atomträume zerstoben, die Katastrophentechnologie verliert eindeutig an Boden. Eine Bilanz für 2014.
Der österreichische Energieversorger „Verbund“ bietet Bayern Stromlieferverträge an, die die Versorgung des Landes über Jahre sicherstellen und die Atomkraftwerke überflüssig machen würden. Doch Bayern will den schnelleren Atomausstieg nicht.
Das Unternehmen „Maxenergy“ aus Augsburg hat seit kurzem einen merkwürdigen Stromtarif im Angebot. Das Versprechen: „100% zertifizierter Atomstrom“.
Manche loben Eon dafür, dass sich der Konzern anscheinend vom Atom- und Kohlegeschäft verabschiedet und in Zukunft auf Erneuerbare Energien setzen will. Doch was wirklich hinter der Aufspaltung in zwei Unternehmen steht, wird dabei übersehen: Die Ausgliederung der Atomstrom- und Kohlestrom-Produktion unter neuem Namen führt ja nicht dazu, dass Eon-KundInnen …
Horst Seehofer, Ministerpräsident des Landes mit der höchsten Abhängigkeit zur Atomkraft ist weiter auf Crashkurs mit dem Atomausstieg. Bei einem Besuch in China unterzeichnete er kürzlich eine Absichtserklärung für die Zusammenarbeit im Bereich der Öko-Energie als auch der Atomkraft.
Deutschland ist kein Einzelfall: Der schwedische Staatskonzern Vattenfall hat alle Pläne zum Ausbau der Atomenergie in Schweden auf Eis gelegt. Das Land will den Atomausstieg.
Heute läuft die Frist zur Kündigung des deutsch-brasilianischen Atomvertrages aus. Und die Bundesregierung hat die Chance nicht genutzt, die Zusammenarbeit zur Förderung der Atomenergie zu beenden. Die Motivlage: Die deutsche Atomwirtschaft kann weiter Geschäfte machen.
Bis Mitte November kann die Bundesregierung das bilateralen Nuklearabkommen mit Brasilien aufkündigen. AtomkraftgegnerInnen fordern Union und SPD zum schnellen Handeln auf, denn Brasilien will weiter auf die gefährliche Energieform setzen.
Streit um Kostenexplosion eskaliert Der finnische Atomkonzerns TVO und der AKW-Bauer Areva/Siemens haben die Schadensersatz-Forderungen gegeneinander vervielfacht, der Streit um die Kostenexplosion eskaliert damit weiter. Am Ende dürfte sich der Baupreis des EPR-Reaktors, der nach Auffassung der Atombranche die Renaissance der Atomkraft einleiten sollte, von 3 Mrd. auf 9 Mrd. …
Auch wenn die scheidende EU-Kommission alles versucht hat, um die erneuerbaren Energien in ihrer neuesten Studie schlechtzurechnen und den fossil-nuklearen Kraftwerken einen Vorteil einzuräumen, indem etwa tatsächliche Kosten wie die für CO2-Zertifikate gesondert ausgewiesen oder andere Zuschüsse für Kohle- und Atomkraft nicht berücksichtigt wurden – gelungen ist es dem Team …