Das Glas vollmachen
Noch fast vier Jahre bis zum angekündigten Atomausstieg: Das ist einerseits ein großer Erfolg der Anti-Atom-Bewegung, andererseits eine gefährliche Beruhigungspille. Und jedenfalls kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen
Noch fast vier Jahre bis zum angekündigten Atomausstieg: Das ist einerseits ein großer Erfolg der Anti-Atom-Bewegung, andererseits eine gefährliche Beruhigungspille. Und jedenfalls kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen
Gegen alle Bedenken soll ab März wieder AKW-Müll aus Gundremmingen verbrannt werden. Im Müllheizkraftwerk Weißenhorn „laufen die Vorbereitungen auf den Tag X“.
Im März wird das Standortauswahlgesetz zwei Jahre alt. Die Suche nach einem dauerhaften Atommüll-Lager für hochradioaktiven Atommüll läuft. Zeit für eine erste Zwischenbilanz – in Zitaten
Enttäuschung hinterläßt Bundesumweltministerin Schulze am Atomstandort Schacht Konrad bei Salzgitter. Letzte Woche hatte sie sich einen „persönlichen Eindruck der Lage vor Ort“ gemacht.
Im bayerischen Weißenhorn wurde die Anlieferung von radioaktiven Abfällen aus dem Atomkraftwerk Gundremmingen in die dortige Müllverbrennungsanlage gestoppt. Der IPPNW warnt, dass die Verbrennung die Radioaktivität nicht aus der Welt schaffe, sondern nur neu in der Umgebung verteilt.
Die Diskussion um Klimawandel und Kohleausstieg bringt auch diejenigen wieder auf den Plan, die es für eine gute Idee halten, mit Atomkraftwerken das Klima zu retten. Doch das klappt weder durch Neubauten noch durch Laufzeitverlängerungen der alten Reaktoren. Die Atom-Option ist zu langsam, viel zu teuer, und mit einem modernen …
In Brasilien ist ein Damm an einer Eisenerzmine gebrochen, zwölf Millionen Kubikmeter Schlamm liefen aus. Angrenzende Siedlungen wurden darunter begraben, mehr als hundert Menschen sind tot. Der TÜV SÜD hatte dem Bergbaukonzern bestätigt, dass der Damm keine Mängel habe. Derselbe Konzern ist maßgeblich für die Risikobewertung der deutschen AKW zuständig.
Anete Wellhöfer, 56, macht mit dem „Karlsruher Bündnis gegen neue Generationen von Atomreaktoren“ die staatlich finanzierten Forschungen für neue AKW öffentlich bekannt
Acht Jahre nach dem Super-GAU von Fukushima ist die Mehrheit der Bevölkerung für einen Ausstieg – setzt diesen gegen den politisch-industriellen Komplex aber nicht durch.
Der Bürgermeister des 13.000-Einwohner Städchens Weißenhorn in Bayern ist sauer. Der Betreiber des Atomkraftwerks Gundremmingen will dort künftig seinen Abriss-Müll abladen.