Alte AKW: Europa, Du hast ein Problem!
Wissenschaftler haben festgestellt: Keiner der 125 Atomreaktoren in Europa würde nach den heutigen Sicherheitsstandards bei einem Neustart überhaupt eine Betriebserlaubnis erhalten.
Wissenschaftler haben festgestellt: Keiner der 125 Atomreaktoren in Europa würde nach den heutigen Sicherheitsstandards bei einem Neustart überhaupt eine Betriebserlaubnis erhalten.
Bislang galt der Anreicherungsgrad von 5 Prozent als Beleg dafür, dass die Urananreicherungsanlagen für „rein zivile Nutzung“ produzieren. In den USA will Urenco den Anreicherungsgrad vervierfachen - und durchbricht damit eine „sicherheitspolitische Barriere“, warnen Atomkraftgegner*innen.
Am 11. März jährt sich die mehrfache Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima zum achten Mal. Eine Beherrschung der Folgen ist noch lange nicht in Sicht. Parallel wird der Meilerpark in Europa immer älter - mit jedem Tag wächst das Risiko schwerer Unfälle.
Mitte 2017 zeigte sich die damalige Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) „überrascht“: Der Bund ist über seinen Pensionsfonds indirekt Miteigentümer der umstrittenen belgischen Atomkraftwerke Tihange und Doel. Hendricks wollte das umgehend ändern, weil sich diese Investments „nicht mit dem Atomausstieg vertragen“. Passiert ist seitdem das Gegenteil.
Im Zusammenhang mit der geplanten Inbetriebnahme des Atommüll-Lagers Schacht Konrad soll ein großer, neuer Logistikstandort entstehen. Acht Bundesländer sind im Rennen. Proteste sind vorprogrammiert.
Nach 34 Jahren Bauzeit soll der Reaktor Mochovce-3 trotz völlig veralteter Technologie und gravierender Sicherheitsmängel im Juli ans Netz gehen. Die Inbetriebnahme eines solchen Meilers im 21. Jahrhundert ist fahrlässig, sagen Atomkraftgegner*innen.
Der dringend nötige Neubau einer Zwischenlagerhalle in Jülich wird blockiert. Stattdessen soll der Atommüll abtransportiert werden - möglicherweise sogar in die USA. Dagegen haben Atomkraftgegner*innen Proteste angekündigt.
Noch fast vier Jahre bis zum angekündigten Atomausstieg: Das ist einerseits ein großer Erfolg der Anti-Atom-Bewegung, andererseits eine gefährliche Beruhigungspille. Und jedenfalls kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen
Gegen alle Bedenken soll ab März wieder AKW-Müll aus Gundremmingen verbrannt werden. Im Müllheizkraftwerk Weißenhorn „laufen die Vorbereitungen auf den Tag X“.
Im März wird das Standortauswahlgesetz zwei Jahre alt. Die Suche nach einem dauerhaften Atommüll-Lager für hochradioaktiven Atommüll läuft. Zeit für eine erste Zwischenbilanz – in Zitaten