Eine aktuelle Berechnung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ist die absolute Bankrott-Erklärung für alle Atomkraftwerke. Die Meiler dienen weder dem Klimaschutz, noch laufen sie, um Energie herzustellen.
Zwei Umweltverbände haben vor dem Europäischen Gerichtshof erfolgreich gegen die Laufzeitverlängerungen zweier belgischer Atomkraftwerke geklagt. Trotz der nun attestierten „Rechtswidrigkeit“ dürfen die umstrittenen Meiler am Netz bleiben. Und Deutschland unterstützt den Betrieb.
Die Abschaltung der AKW steht einem zügigen Kohleausstieg nicht im Weg. Das realitätsferne Strommarktmodell aber treibt den Bedarf an kaum benötigten Reservekraftwerken unnötig in die Höhe
Die Fertigstellung des Prestigereaktors EPR verzögert sich weiter, schon in der Bauphase häufen sich Mängel. Parallel nimmt die Ablehnung der Franzosen gegen die Risikotechnik zu.
Eine Studie der Schweizerischen Energie-Stiftung zeigt „klare Nachteile gegenüber neuen erneuerbaren Energien wie der Photovoltaik“ auf: Der Ausbau der Atomenergie für wirkungsvollen Klimaschutz wäre zu teuer, dauert zu lange und würde eine massive staatliche Unterstützung benötigen.
Interview | Der Wirtschaftswissenschaftler Christian von Hirschhausen über die Laufzeiten von AKW, über Kohlefans, die für Atomkraft werben, und über effektiven Klimaschutz.
Seit einigen Monaten erleben wir, dass die Atom-Fans angesichts der Klima-Debatte Morgenluft wittern. Zwar sind Atomkraftwerke denkbar ungeeignet für den nötigen radikalen Umbau des Energiesystems. Aber das scheint die Pro-Atom-Fraktion nicht zu stören.
Lenny ist eines der Gesichter auf den Postkarten und Plakaten der „Atomausstieg Jetzt!“-Aktion von .ausgestrahlt. Dass der 18-Jährige mitgemacht hat, ist kein Zufall. Denn die Anti-Atom-Sonne hat seine Kindheit begleitet.
Der kürzlich veröffentlichte Report „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle die Atomkraft künftig in der Weltstromerzeugung und fürs Klima spielt. Der Bau neuer AKW sei „politisch motiviert“, denn künftige Meiler seien wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig, sagen die Expert*innen.